Rheinberges „Abendlied“ vom „ensemble vis-á-vis“ Lehrte war der Höhepunkt

Seinen ersten öffentlichen Auftritt absolvierte der Frauen-Projektchor unter Leitung von Laura Rosa Bohne mit Bravour. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Adventskonzert von fünf Lehrter Chören fand starken Beifall von mehr als 400 Zuhörern

LEHRTE (hdb). „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“: Mit diesem romantischen Lied von Josef Gabriel Rheinberger hat das "ensemble vis-á-vis“ den Glanzpunkt des adventlichen Konzertes in der Matthäuskirche gesetzt. Insgesamt fünf Chöre begeisterten die mehr als 400 Zuhörer in den bis auf den letzten Platz besetzten Kirchenbänken.
Bei ihrer Begrüßung warb Pastorin Beate Gärtner um eine großzügige Kollekte am Ende der Veranstaltung. Alles, was im Klingelbeutel lande, werde in die künftige kirchenmusikalische Arbeit der beiden Lehrter Gemeinden Matthäus und Markus fließen. Und die Geldscheine und Münzen flossen nach 75 Konzertmusiken reichlich – was wiederum den stets lautstarken Zwischenbeifall des Publikums nochmals eindrucksvoll bestätigte.
Den meisten Applaus verdiente sich wiederum Chorleiter Jürgen Tippe mit seinem „ensemble vis-á-vis“. Kam die Interpretation von „Jingle Bells“ noch erwartungsgemäß unbeschwert daher, gelang den 13 Sängerinnen und Sängern nicht nur mit „Lord of the Leopard“ und „Ave, maris stella“, sondern vor allem mit dem geistlichen Gesang „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“ eine ebenso makellose wie einfühlsame Interpretation erster Güte.
Die anderen Ensembles konnten mit diesem Niveau kaum mithalten, aber das Konzert war ja auch nicht als Wettbewerb, sondern als eigenständiger Beitrag und publikumsträchtige Ergänzung des Weihnachtsmarktes gedacht.
Seinen ersten öffentlichen Auftritt absolvierte dabei der Frauen-Projektchor des Vereins „DoppelTerz“ und machte eine gute Figur. Für seine vier Beiträge unter Leitung von Laura Rosa Bohne quittierte das Publikum mit besonders freundlichem Beifall.
Weitere Mitwirkende waren der Lehrter Männerchor – auch als Hauptorganisator – unter dem Dirigat von Klaus Wolf, der Vormittagschor der Neuen Liedertafel, geleitet von Jason Johnson, und der Gemischte Chor „Liederkranz unter der zackigen Zeichengebung von Rolf Kinastowski. Die insgesamt etwa 130 Sängerinnen und Sänger sangen zwischendurch „Tochter Zion“ und zum Ausklang „O du fröhliche“ gemeinsam mit dem Auditorium, das Jason Johnson an der Orgel begleitete.