REWE Logistikzentrum Sievershausen nach dem Umbau mit modernster Umwelttechnik

Als "Visitenkarte" optisch aufgewertet und wesentlich ansprechender gestaltet, präsentiert sich auch der Treppenturm mit Zugangsbrücke zum ebenfalls repräsentativ aufgewerteten Empfangs- und Verwaltungsgebäude des umgebauten und sanierten REWE Logistikzentrums. (Foto: Walter Klinger)
 
Politik, Ortsbürgermeister, Vertreter von Verwaltung, Schule und Feuerwehr (vorn) waren beim fast zweistündigen Eröffnungsrundgang durch das Logistikzentrum beeindruckt: Geleitet von einem Computer, der den Lagerort jedes der 9.000 Artikel kennt, stellen die Kommissionierer (hinten), auf Elektrokarren mit "Navi" unterwegs, in nur einer Stunde die durchschnittlich 1.200 Packeinheiten für die Belieferung eines Marktes zusammen. (Foto: Walter Klinger)
Lehrte: REWE Logistikzentrum Sievershausen |

Frischebereich im Focus: Weitere 15 Millionen Euro in den Standort investiert

LEHRTE-SIEVERSHAUSEN/REGION. "Die Investion von etwa 15 Millionen Euro weist darauf hin, dass wir erfolgreich sind", freute sich Regionalleiter Peter Maly bei der nach anderthalbjähriger Bauzeit jetzt vollzogenen Einweihung des umgebauten und technisch insbesondere in den Frischebereichen modernisierten REWE Logistikzentrums nahe der A 2 im Gewerbegebiet Sievershausen (postalisch jedoch in der Fortunastraße Hämelerwald, Anm.d.Red.). Umgesetzt wurden eine neue Wareinlagerungs- und Kommissionierungszone für Frischfleisch, Tiefkühlprodukte und Obst-Gemüse nebst Frischedienst.
Auf fast 55.000 Quadratmetern Lagerfläche versorgen die 900 Mitarbeiter fast 300 Lebensmittelmärkte versorgen. Zuzüglich des bereits 2010 errichteten Lagers für den Discounter Penny hat die REWE Group damit in nur dreieinhalb Jahren mehr als 50 Millionen Euro am Standort Sievershausen/Hämelerwald investiert und ist mit jetzt über 1.000 Beschäftigten der mit Abstand größte Arbeitgeber in Lehrte.
"Eine wirkliche Erfolgsstory für Rewe und auch für die Stadt Lehrte", freute sich Bürgermeister Klaus Sidortschuk, der zusammen mit Regionalleiter Maly und Architekt Markus Linnenberg das Rote Band vor dem mit Empfangsbereich komplett neu und repräsentativer gestalteten Eingangsgebäudes durchschnitt, das einen "Eyecatcher" mit REWE Logo und Brückenfunktion zum Verwaltungsgebäude bietet. Nunmehr in dezenter Anthrazitfarbe ist dies nicht mehr der "orangerote Riese", als der es über drei Jahrzehnte optisch den Eingangsbereich von Hämelerwald dominierte. REWE habe damit auch "Verantwortung gegenüber den Nachbarn wahrgenommen", sagte bei der Einweihung Architekt Markus Linnenberg.
Freuen können sich auch die Mitarbeiter, deren Büroarbeitsplätze, Tagungsräume und auch Kantine jetzt viel freundlicher, ansprechender und heller geworden sind. Hier und bei der Erneuerung der Lüftungs- und der Kälteanlage (allein letztere vrermindert mit Wärmerückgewinnung den Energiebedarf um bis zu 30 Prozent, was dem Bedarf von rund 50 Privathaushalten entspricht) standen viele Maßnahmen im Zeichen der Nachhaltigkeitsstrategie der REWE Group, wie Regionalleiter Maly erläuterte. Trotz der so erreichten Energieeinsparungen und auch dem ersten Green Building Pilotmarkt in Berlin bedeuteten bundesweit und international die Umlagen aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) in Deutschland aber eine deutlich spürbare Belastung für das Unternehmen, mahnte der REWE Manager die Politik.
Unter anderem fast 10.000 Quadratmeter Fassaden- und 21.000 Quadratmeter Dachsanierung, neue Rampen, ein neues Frischfleischlager mit Luftschleusen, ein neuer Warenausgangsbereich für Tiefkühlkost, eine optimierte Ladestation im Obst- und Gemüselager und nicht zuletzt auch die Erneuerung von Rolltoren zur energetischen Aufwertung: "Für Volumina, von denen wir nicht geträumt hätten" (Maly) habe nach zehn Jahren rasantem Wachstum und heute Platz sechs im bundesweiten Handelsranking die Modernisierung und Sanierung des Zentrallagers Sievershausen die Logistik für die Belieferung von fast 300 REWE Märkten von Osnabrück bis Helmstedt, und teilweise auch in Nordrhein-Westfalen und Hessen, zukunftsfähig gemacht. Insgesamt sichere REWE in dieser Region mehr als 20.000 Arbeitsplätze (mit der Einstellung auch von jährlich über 300 Auszubildenden, die in Sievershausen nun ebenfalls verbesserte Schulungs- und Seminarräume vorfinden).
Unter dem neuen Unternehmensmotto "Beste Frische!" laufen bei REWE bereits Versuche, die Frischewaren künftig in Kühlcontainern auszuliefern - es wird dies also sicher nicht die letzte Investition am Standort Sievershausen gewesen sein. Bei den Einweihungsgästen aus der Politik herrschte einhellig auch Freude darüber, dass hier im Logistikbereich Tariflöhne gezahlt werden: "Wir brauchen keine Leiharbeiter, wir brauchen Spezialisten", sagt Betriebsleiter Stefan Schulze.
Ein Kommissionierer packt im Jahr bis zu 10.000 Tonnen Ware. Insgesamt 230.000 Trolleys werden im REWE Logistikzentrum Sievershausen bepackt. Was den Mitarbeitern in den vergangenen Jahr besonders viel abverlangte, denn der Umbau bei ständigem Betrieb war für sie wie "eine Operation am offenen Herzen", dankte ihnen Regionalleiter Peter Maly - aber stets sei pünktlich ausgeliefert worden. Zwischenzeitlich modernisiert worden war das Logistikzentrum, das als erstes auch über ein bis heute aktuelles automatisches Hochregalsystem im Trockenbereich verfügte, bereits 1995. Bei aller Verbesserung der Abläufe erfreut die Lagermitarbeiter aber eines besonders: die Sanierung der Fußboden- und Dehnprofile zwischen den Lagerhallen, über die sie mit ihren Kommissioniermaschinen fast minütlich (und jetzt wieder gänzlich "barrierefrei") fahren . . .