Projekt gegen Alkoholmissbrauch wird auf Regio-Bus dokumentiert

Gymnasiasten des 10. Jahrganges freuen sich über die Resonanz auf ihre Aktion, die nun auch auf der Werbefläche eines Regio-Busses ihren Niederschlag fand. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Warnendes Motiv „Diese Flasche könnte Deine nächste sein“ auf der Heckseite

LEHRTE (hdb). Handzettel und Plakate sind zwar schön und gut. Mehr Aufmerksamkeit aber erzielen größere öffentliche Werbeflächen. Eine solche hat jetzt das Unternehmen Regio-Bus für ein Projekt zur Verfügung gestellt, mit dem Lehrter Gymnasiasten vor Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen warnen.
Eine Gehrdener Fachfirma hat das Logo mit dem Slogan „Entzugsklinik – Diese Flasche könnte Deine nächste sein“ vergrößert und auf eine Selbstklebefolie gedruckt. Nun prangt der Warnhinweis mit dem eindrucksvollen Bild eines überdimensionalen Tropfes auf der Heckseite eines Gelenkbusses.
„Der fährt kreuz und quer durch die Ostregion und an fast allen Schulzentren vorbei“, sagte Bernd-Ulrich Oehr von der Bus-Werbung Burgdorf bei der Präsentation vor dem Lehrter Gymnasium. Sein Unternehmen stellt die Werbefläche für zunächst ein Jahr kostenlos zur Verfügung. Für die Materialkosten von rund 180 Euro ist die Kommune aufgekommen.
Bereits im September 2013 hatte der MARKTSPIEGEL ausführlich über das Anliegen des zehnten Jahrganges am Lehrter Gymnasium berichtet. Vorausgegangen war eine Teilnahme an einem Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung. Die Lehrter konnten mit ihrer Powerpoint-Präsentation sowie mit themenbezogenen Plakatentwürfen, Flyern und Aufklebern ein Preisgeld von 150 Euro gewinnen.
Auch das städtische Jugendamt war auf die Aktion aufmerksam geworden und hatte finanzielle Unterstützung bei den Druckkosten gewährt. Außerdem sorgte Stadtjugendpfleger Dietmar Zimmeck dafür, dass die Materialien in Büchereien, in Schulen, im Bürgeramt und den Freizeitheimen ausgelegt wurden.
„Wir müssen kontinuierlich an dem Thema dranbleiben“, versprach der Stadtjugendpfleger.