Prof. Dr. hc. Gerd Biegel berichtet in Sievershausen über König Georg IV.

Berichtet erneut spannend über Personen und die Zeitumstände der Personalunion vor 300 Jahren zwischen den Herrschern Hannovers und Großbritanniens: Prof. Gerd Biegel. (Foto: AK Ortsgeschichte)
Lehrte: Antikriegshaus Sievershausen |

Vortrag über eine Majestät, die als „frei von jeglichen positiven Qualitäten“ galt

SIEVERSHAUSEN (r/kl). Am Heutigen Mittwoch, 25. Juni, ab 19.00 Uhr lädt der Arbeitskreis Ortsgeschichte Sievershausen zu einem weiteren unterhaltsamen Vortrag im Themenjahr „300 Jahre Personalunion“ mit dem Leiter des braunschweigischen Instituts für Regionalgeschichte Prof. Dr. hc. Gerd Biegel in das Antikriegshaus Sievershausen, Kirchweg 4, ein.
Unter dem Titel „Sex, Glücksspiel, Alkohol und Frauen“ ist König Georg IV. (1762 bis 1830) Gegenstand dieses letzten Vortrages in der Reihe. Der Herrscher über die Königreiche Großbritannien, Irland und Hannover wurde von der zeitgenössischen Presse mit dem fragwürdigen Etikett versehen, „frei von jeglichen positiven Qualitäten“ zu sein.
Neben seiner Spiel- und Verschwendungssucht, die Georg bereits als Prince of Wales an den Tag legte, wurde ihm besonders der skandalöse Umgang mit seiner Gemahlin Caroline von Braunschweig-Wolfenbüttel zur Last gelegt.
Auch wenn Caroline einen nicht unumstrittenen Lebenswandel pflegte, war die Sympathie für Georg IV. beim britischen Volk ambivalent und erreichte zeitlebens nicht die Werte seiner skandalumwitterten, gedemütigten Frau, der sogar die Teilnahme an der Krönungszeremonie für Georg IV. verwehrt wurde.