Pilotprojekt für nachschulische Betreuung in Lehrte

In Arbeitsgemeinschaften und Projekten können sich die Grundschüler/innen (wie hier in der Pilotschule Lehrte-Süd) in der nachschulischen Betreuung einbringen. (Foto: Dana Noll)

Ein Beitrag von Dana Noll - Grundschulen zeigen Interesse an neuem Ganztagsmodell

LEHRTE (dno). Der Bedarf an nachschulischer Betreuung ist in den vergangenen Jahren in der Kernstadt Lehrte als auch in den Ortsteilen stark gewachsen - Tendenz weiter steigend.
Bereits 38 Prozent der Kita-Plätze werden als Ganztagsangebot genutzt. Nach dem Übertritt in die Grundschule bleibt der Bedarf bestehen und wurde bislang in Form von Hortplätzen oder Elterninitiativen gedeckt.
Mit der Umwandlung von Grundschulen in Ganztagsschulen kam eine neue Betreuungsform dazu. „Für diese beiden nachschulischen Betreuungsformen wurde nun ein Weg gesucht, um ein gutes System für alle Kinder zu finden“, berichtet der Lehrter Bürgermeister Klaus Sidortschuk.
Dazu hat sich - wie bereits kurz berichtet - eine Projektgruppe, bestehend aus Schul- sowie Hortleitung der Albert-Schweitzer-Schule, der Grundschule Lehrte-Süd sowie der Grundschule Arpke, gebildet, die sich mit der Stadtverwaltung Lehrte verschiedene Modelle in Niedersachsen angeschaut haben.
Ein auf die Bedürfnisse der Stadt Lehrte abgestimmten Rahmenkonzept für die nachschulische Betreuung von Grundschüler/innen an Ganztagsschulen, wurde der Lenkungsgruppe am vergangenen Donnerstag vorgestellt.
Die Mitarbeiter/innen der Verwaltung insbesondere Mitglieder des Rates der Stadt Lehrte, der Stadtkitabeiratsvorsitzende sowie der Stadtelternratsvorsitzende stimmten dem Konzept zu. Nun wird am 29. März 2017 der Rat der Stadt Lehrte über das Modell entscheiden.
Sowohl die Albert-Schweizer-Schule als auch die Grundschule Lehrte-Süd haben ihr Interesse an diesem Projekt bereits bekundet. Schon zum kommenden Schuljahr 2017/2018 könnte die Pilotphase starten.
Das Konzept sieht dabei vor, eine Frühbetreuung ab 7 Uhr eventuell mit Möglichkeit zum Frühstück anzubieten, einen AG-Bereich mit Sport/Spiel/Musik/Kunst-Angeboten nach dem Unterricht und Mittagspause bis 15.30 Uhr und einen pädagogischen Spätdienst bis 17.00 Uhr.
Die Angebote sind kostenfrei, lediglich für das Mittagessen (etwa 3,20 Euro pro Menue) und den Spätdienst entstehen Kosten. Etwa 60 Euro monatlich müssen die Eltern für das erweiterte Angebote ab 15.30 Uhr zahlen. Über mögliche Kosten für den Frühdienst wird noch entschieden. Betreut werden die Kinder von Lehrkräften, pädagogischem Fachpersonal sowie pädagogischen Mitarbeiterinnen.
Die Hortmitarbeiter/innen werden in das neue Projekt eingebunden. Auch die bisherigen Räumlichkeiten bleiben erhalten. In den Ferien wird weiter eine kostenpflichtige Betreuung durch die Stadt Lehrte wie gewohnt angeboten.
Für die Pilotphase der zwei Grundschulen - nach den Sommerferien bis zum Ende des Jahres - entstehen dem Schulträger Kosten in Höhe von etwa 50.000 Euro. Für die Sachausstattung des Ganztagsbetriebes wurde das vorhandene Schulbudget von bisher fünf Euro auf künftig 30 Euro pro teilnehmenden Schüler/in am Ganztagesangebot und Jahr aufgestockt.