Parkinson-Selbsthilfegruppe feiert ihr 30-jähriges Bestehen

Der Vormittags-Chor der Liedertafel bot unter Leitung von Jason Johnson ein musikalisches Geburtstagsständchen. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Mitglieder versammeln sich zum Festakt im Rosemarie-Nieschlag-Haus

LEHRTE (hdb). „Positiv denken“: Das ist angesichts lähmender Krankheiten nicht immer einfach, schweißt aber zusammen. So hat die regionale Selbsthilfegruppe Lehrte ihre Gründung vor nunmehr 30 Jahren gefeiert.
Im Rosemarie-Nieschlag-Haus, wo alles begann, begrüßte die kommissarische Vorsitzende Gerlinde Öhne mehrere Ehrengäste, unter anderem als Gönner und Förderer Erich Weber, den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Begeg-nungsstätte in der Goethestraße, und den Stadtwerke-Chef Rainer Ebert. Am Klavier unterhielt und begleitete die etwa 50 Mitglieder Ursel Grote, die auch seit der Gründung therapeutisches Singen anbietet und als ehemalige Organistin in der Matthäuskirche die monatlichen Singstunden leitet. Auch Renate Gürtler, die „ Frau für alle Fälle“, fand gebührende Anerkennung.
Auf einem Tisch am Eingang des Saales waren verschiedenes Porzellangeschirr aufgestellt –ein untrügerisches Zeichen für die entsprechende Malgruppe von „dP“ – der offiziellen Abkürzung von „Deutsche Parkinson Vereinigung“ -, die sich wie die Sängerinnen und Sänger sowie die Teilnehmer an Brettspielen regelmäßig trifft, um zu werkeln und künstlerisch aktiv zu sein.
Die Selbsthilfegruppe war 1986 von dem Ehepaar Ursula und Kurt Hartwig gegründet worden und fand zunächst im Rosemarie-Nieschlag-Haus ihr Domizil. Später musste man in die Altenbegegnungsstätte ausweichen, ehe man Räume, vermittelt durch den damaligen Ratsherren Erich Weber, in der Goethestraße fand. Seitdem gehören eine wöchentliche Kaffeetafel, Gymnastik und Themen bezogene Vorträge zum Angebot. Rege und fruchtbare Kontakte werden auch noch zum Rosemarie-Nieschlag-Haus und zur Stadt gepflegt.