Palliativ- und Hospizarbeit klärt über ihr Wirken auf

Zum schwierigen Thema Palliativ- und Hospizarbeit äußerten sich unter der Moderation von Hartwig Laak (links) Olga Brozmann von der Seniorenresidenz Sehnde, Internist Andreas Heer-Sonderhoff vom Friederikenstift, Burkhard Ringe vom Bestatterverband, Pastorin Anna Maria Walpuski aus Arpke, Kranken-hausseelsorgerin Hille de Maeyer und Manuela Fenske-Mouanga vom Hospizdienst (von links). (Foto: Horst-Dieter Brand)

Podiumsdiskussion im Lehrte Regionskrankenhaus findet großen Anklang

LEHRTE (hdb). Klassische Klänge oder Rockmusik der Band AC/DC – alles ist möglich beim Abschied nehmen von ei-nem geliebten Menschen, findet der Bestatter. Schmerzen erleichternde Palliativmedizin und gelungene Trauerarbeit standen im Zentrum einer Podiumsdis-kussion, veranstaltet vom „Runden Tisch“ im Speisesaal des Klinikums Lehrte.
Hochrangig besetzt war die Diskussionsrunde, die der Vorsitzende der Hospizstiftung im Kirchenkreis Burgdorf, Hartwig Laak, moderierte. Statements zum Thema „Zeit für Abschied und Trauer – Wie gehen wir damit um?“ aus jeweils unterschiedlichen Blickwinkeln gaben unter anderem der Palliativmediziner Andreas Heer-Sonderhoff, die Krankenhausseelsorgerin Hille de Maeyer, Pastorin Anna Maria Walpuski aus Arpke, Bestattermeister Burkhard Rinne und Manuela Fenske-Mouanga, Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze. Mehr als 30 Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten ihren Worten.
„Ich bin froh, dass es den Hospizdienst gibt. Denn so schön und gut, wie das der Hospizdienst macht, kann ich es gar nicht“, berichtete beispielsweis Walpuski aus ihrer praktischen Tätigkeit. Dort trifft sie nach eigenen Angaben oft auf einsame Menschen oder begibt sich auf die Suche nach Alten, die aus ihrem Blickwinkel verschwunden sind, weil sie beispielsweise zu deren entfernt wohnenden Kindern gezogen sind.
„Sterben geschieht unterschiedlich“, weiß Hille de de Maeyer, die sich nicht zu schade dafür ist, am Krankenbett mit Patienten zu singen oder zu beten – wenn diese es denn auch wünschen. Ihre Kollegin Fenske-Mouanga stellte fest, dass sie und ihre Helfer aber auch „Stille und Schweigen“ aushalten würden und verwies beispielhaft auf das Lehrte „Trauercafé“. Das öffnet seine Türen an jedem ersten Samstag im Monat um 15.30 Uhr im Zentrum der Matthäus-Kirchengemeinde in der Goethestraße.