Ortsbürgermeister Kelich in Ahlten kündigt seinen baldigen Rückzug an

Jürgen Kelich überraschte die Versammlung mit seiner Rückzugsankündigung. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Paukenschlag beim Neujahrsempfang der „Bundesligastadt“

AHLTEN (hdb). Sein 13. Neujahrsempfang wird gleichzeitig sein letzter sein: Ahltens Ortsbürgermeister Jürgen Kelich wird bei der kommenden Kommunalwahl nicht mehr antreten. Der 63-Jährige wird dann fast 14 Jahre im Amt gewesen sein.
Erst war es nach Kelichs Ankündigung mucksmäuschen still, dann entlud sich der Schock der knapp 100 Gäste in stehenden Ovationen für den CDU-Kommunalpolitiker, der Ende Oktober dieses Jahres außerdem auf eine 15-jährige Ratstätigkeit zurückblicken kann.
Der ehemalige Kriminalbeamte und unterlegener CDU-Bürgermeister-Kandidat ist seit einem Jahr Rentner und „möchte jetzt die Zeit nutzen auch im Ehrenamt im Ruhestand anzukommen“, begründete Kelich seine nach reiflicher Überlegung getroffene Entscheidung.
Er wählte die öffentliche Bekanntgabe auf seinen Verzicht einer neuerlichen Kandidatur, weil die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer „alle auf meinem bisherigen Weg wichtige Begleitpersonen und Berater gewesen sind.“ Bei seinem letzten Neujahrsempfang, den diesmal die Schlemmsche Familienstiftung ausrichtete, gab Kelich einen Rückblick auf besondere Ereignisse des vergangenen Jahres.
Dabei dienten ihm Berichte und Fotos aus örtlichen Presseorganen wie dem MARKTSPIEGEL und sogar Tondokumente ortsansässiger Klangkörper wie den "Ahltener Musikanten" und dem Orchester „Rhythm and Flutes“. Genüsslich zitierte Kelich einen Zeitungsartikel, in dem im Zusammenhang mit den Erfolgen der weiblichen Fußballjugend von der „Bundesligastadt Ahlten“ berichtet wurde.
Neben sportlichen und kulturellen Highlights aus 2015 streifte der Ortsbürgermeister als „große Herausforderung“ die Unterbringung von Flüchtlingen, die auch Stadtbürgermeister Klaus Sidortschuk in seinem Grußwort hinsichtlich weiterhin steigender Zahlen - 135 pro Monat - mit der Bemerkung versah: „Ich will Sie damit aber nicht erschrecken.“
In einer kurzen Vorschau kündigte Kelich den nächsten Bauern-Faslabend für den 9. Februar, die bereits beschlossene Sanierung der Laufbahn auf der Sportanlage und eine Alternative für den erstmals Ende 2015 ausgefallenen Weihnachtsmarkt an. Den Baubeginn der Megahub-Anlage sieht er allerdings erst im Jahr 2018.