Originelles Weihnachtsmarktangebot in Sievershausen mit Regen vom Himmel bestraft . . .

Wer in Sievershausen ein Fest unter freiem Himmel plant, sollte die Pastorin einladen. Als Hanna Dallmeier (v.l.) im Rund der Budenzelte mit den Kirchenvorstehern Henning Menzel, Reinhard Kühn und Otto Dempwolff beratschlagte, stoppte jedenfalls der stundenlange Regen. (Foto: Walter Klinger)
Lehrte: Ev.-luth. St. Martinskirche |

. . . aber dann sorgte der Kirchenvorstand für zwei gesellige Stunden

SIEVERSHAUSEN (kl). Hilft Gottvertrauen gegen hoffnungslos schlechtes Wetter? Auf jeden Fall, wenn nur das Gemeinschaftsgefühl gut genug und die Herzen groß sind. Wie beim 3. Weihnachtsmarkt der Vereine vor dem Sievershäuser Kirchturm. Stundenlanger strömender Regen machte den frühen Beginn nach Gottesdienst und Bürgerkanzel-Rede zunichte, aber dann . . .
. . . traf sich Pastorin Hanna Dallmeier mit drei Kirchenvorstehern zum Ratschlag in der Platzmitte des Budenzelte-Rundes - und sensationell stoppte der Regen für zwei (!) Stunden, es strömten schnell nur noch die Besucher herbei.
Es wäre sonst auch zu schade gewesen für das originell selbst Gefertigte (zum Beispiel die bunten Filzschuhe als Neuerung beim SoVD-Handarbeitskreis oder die Chutneys der Landfrauen, inklusive Schau-Rapsmühle). Und schade natürlich auch für den Erlös, je zur Hälfte für die Vereinsräume in der Kirchschule und das finanzielle Zehn-Jahres-Projekt der gebraucht neu gekauften Orgel, die schon beim nächsten Weihnachtsmarkt bespielbar sein soll. Dieses Weihnachtsfest gibt aber noch die Truhenorgel die Melodien vor.
Nach der fast fertigen Kirchturmsanierung (sie kam leider im Dauerregen nicht so recht zur Geltung) konnte jetzt jedenfalls der neue Orgelprospekt bestellt werden. Und ist der Wille, für Kirchensanierung und neue Orgel den notwendigen Eigenanteil aufzubringen, bei den Gemeindegruppen wie Gemeindegliedern ungebrochen.
So boten die "FrauenZimmer"-Frauen aus dem Angebot ihres diesjährigen Herbstbasars "unterm Turm" weihnachtliche Accessoires an, bewiesen die Kirchensekretärin und Freundinnen Kunsthandwerk-Niveau. Klasse hatten auch die Cutneys, die Andrea Franke aus den Früchten von Bäumen rund um Kirche, Friedenshaus und Pfarrgarten zubereitet hatte.
Gesangverein und Heimatbund hatten Kekse gebacken, der TSV (einziges Zelt mit trockenem Holzfußboden) sorgte für Getränke, die Schützengesellschaft für Bratwürste, das DRK für Erbsensuppe und der Ortsrat für Lachsbrötchen. Bei der "Brummerbühne" gab es Waffeln und (Hexen-)Brei, letzteren bei einer Vorstellung der zehn- bis zwölfjährigen Jungschauspieler (Leitung Bianca Schäffer und Stefan Kaiser) im Antikriegshaus serviert. Bei einer ersten Aufführung tags zuvor beim SoVD-Advent bei Fricke hatten mangels Mikroanlage die letzten Reihen kaum etwas verstanden, aber schon allein wegen der Optik heftig applaudiert. es hat sich also gelohnt, dass die "Mini-Brummer" aus dem Weihnachtsmarkterlös vor zwei Jahren gefördert wurden . . .