Neujahresempfang: Bürgermeister erinnert an die Gebietsreform

Die Schützen Vorsitzende Martina Kamrath (am Stehtisch) begrüßt im Sportheim mehr als 100 Gäste des Neujahrsempfanges. (Foto: Horst-Dieter Brand)
 
Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk (links) und Sievershausens stellvertretender Ortsbürgermeister Armin Hapke fachsimpeln über lokale Themen. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Mehr als 100 Gäste folgen Einladung der Schützengesellschaft

SIEVERSHAUSEN (hdb). Die umstrittene Gebietsreform vor 40 Jahren und die überfällige Sanierung des Sportheimes waren - neben einem Rückblick des stellvertretenden Ortsbürgermeisters Armin Hapke - Themen des Sievershäuser Neujahrsempfanges gewesen.
Als Vorsitzende der ausrichtenden Schützengesellschaft hat Martina Kamrath mehr als 100 Vertreter der örtlichen Vereine und Organisationen begrüßt. Lehrtes Verwaltungschef Klaus Sidortschuk war erstmals Gast beim Sievershäuser Neujahrsempfang, den die örtlichen Schützen vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben hatten.
Aus Anlass ihres 60-jährigen Bestehens waren die Grünröcke diesmal erneut Ausrichter, sodass die Vorsitzende den Dank für das im vergangenen Jahr gezeigte Engagement zum Wohle der Dorfgemeinschaft an annähernd 20 Vertreterinnen und Vertreter ortsansässiger Vereine, Verbände und Organisationen aussprach. Kamrath begrüßte auch einige Mitglieder des Ortsrates mit Armin Hapke an der Spitze, der den erkrankten Ortsbürgermeister Hans-Egon Seffers vertrat.
Sie erinnerte daran, dass die Tagungsstätte vor 32 Jahren überwiegend in Eigenleistung von Mitgliedern des Tennisklubs, des TSV und der Schützen erbaut worden sei. „Viele Situationen haben wir gemeinsam gemeistert“, lobte Kamrath den Zusammenhalt. Der werde aber aktuell besonders herausgefordert, da das Sportheim nach den verheerenden Hagelschäden durch den Sturm im Sommer 2013 für rund 200.000 Euro saniert werden müsse. Etwa ein Fünftel der Kosten hätten die Sportler zu tragen. Dennoch stellte die Schützen-Chefin ein Dorffest aus Anlass des Vereinsjubiläums in Aussicht – aber auch dafür seien noch logistische und finanzielle Fragen zu klären.
Stadtbürgermeister Sidortschuk überbrachte die guten Wünsche für das neue Jahr im Auftrag von Rat und Verwaltung der Kernstadt. Er streifte Themen wie den Wirtschaftsstandort Sievershausen, die Schulentwicklung und das geplante Neubaugebiet Kirchlahe-Süd. Launisch merkte er an: „Die IGS steht auf dem Gebiet von Hämelerwald und Sievershausen, früher ging die Grenze ja durch das Lehrerzimmer.“
40 Jahre nach der umstrittenen Gebietsreform habe sich der damals eingeschlagene Weg als richtig erwiesen. Seinerzeit sei der Ortschaft als Lockangebot ein neues Feuerwehrfahrzeug zugesagt worden – in diesem Jahr werde das Versprechen auch in die Tat umgesetzt. Mit der Qualität eines Büttenredners sorgte Sidortschuk abschließend für Heiterkeit mit der Bemerkung, die Schneise der Verwüstung, die der Sturm Ende Juli 2013 anrichtete, hätte ruhig weiter nördlich verlaufen können – denn das Rathaus brauche dringend ein neues Dach.
Sievershausens stellvertretender Ortsbürgermeister beschränkte sich auf eine insgesamt positive Jahresbilanz für 2013 und hob besonders den unentschiedenen Ausgang der traditionellen Dorffehde Nord gegen Süd, die hohen Investitionen in das Zentrallager einer großen Handelskette sowie den ersten Sievershäuser Weihnachtsmarkt hervor. Nach gut einstündigen Redebeiträgen ging die Gesellschaft zum gemütlichen Teil des Neujahrsempfanges über.