Neues heimatgeschichtliches Heft „Lehrter Land & Leute“ liegt vor

Zeugt bis heute von Lehrtes großer Eisenbahnvergangenheit: Das Museumsstellwerk "Lpf" auf dem Lehrter Bahnhofsgelände. (Foto: MEV Lehrte)

Schwerpunkte sind Eisenbahn-, Siedlungs- und (Berufs-)Schulgeschichte

LEHRTE (r/kl). Nach dem Bau der Eisenbahn Hannover–Braunschweig wurde auf Betreiben des damaligen Gutsbesitzers Siemering von Adolphshof im Oktober 1864 eine 'Anhaltestelle' im Hämeler Wald an dem Punkt eingerichtet, wo die Straße von Sievershausen nach Equord die Bahnlinie kreuzte. Dies war vor 150 Jahren der Ausgangspunkt für die Entwicklung der Ortschaft Hämelerwald. Giesela Schulz erläutert in dem neuen heimnatgeschichtlichen Heft „Lehrter Land & Leute“ diesen historischen Hintergrund und beschreibt die Entwicklung des Ortes bis in die heutige Zeit.
Ergänzend hierzu stellt Angelika Güntzel Gut Adolphshof vor und legt dabei den Schwerpunkt auf die vielfältigen aktuellen Aktivitäten und das umfangreiche Leistungsangebot aus den Bereichen Landwirtschaft, Lernort und Sozialtherapie.
Ebenfalls vor 150 Jahren kamen die ersten Siedler zur Ramhorst, denn drei Hofbesitzer in Steinwedel erklärten sich 1864 bereit, ihre Hofstellen in Steinwedel aufzugeben und auszusiedeln.
Im Jahr 2011 wurde der Standort Lehrte der Berufsbildenden Schule Burgdorf – Lehrte von der Region Hannover als Träger dieser Einrichtung aufgegeben. Damit endete eine über einhundertjährige Zeit einer beruflich orientierten Schulpädagogik in Lehrte. Hans-Wilhelm Mölbitz schildert ausführlich die verschiedenen Phasen dieser Schulentwicklung sowohl hinsichtlich der Lehrinhalte als auch der verschiedenen räumlichen Unterbringungen und wechselnden Trägerinstitutionen.
Lothar Großmann setzt seine Artikelreihe über den Kalibergbau in Lehrte fort und berichtet über die Zeit nach dem Ende des Kalibergbaus hier vor Ort.
Weitere Artikel zum Beispiel über die Glocken der St. Martinskirche in Sievershausen, das ehemalige Feuerwehrhaus in Immensen, zum Bahnhof in Lehrte und zu der Frage, warum der LSV den Zusatz 'Bundesbahn' in seinem Vereinsnamen führt, machen das Heft wieder zu einer abwechslungsreichen lesenswerten Lektüre.
Aus dem Bereich Natur vervollständigen Berichte über den Grünspecht (Vogel des Jahres), die Traubeneiche (Baum des Jahres), den Wegerich und die Informationstafeln im Hohnhorstpark das Heft. Es ist ab sofort im örtlichen Buchhandel und weiteren Verkaufsstellen zum Preis von 6,50 Euro erhältlich.
Der aktuellen Ausgabe Nr. 41 liegt ein Register mit den Inhalten (Themen-, Orts- und Autorenverzeichnis) der Hefte Nr. 31 bis 40 bei.