Neuer Direktor des Amtsgerichts Lehrte auf der Matthäuskanzel

Zwei Tage, nachdem er offiziell in sein Amt eingeführt wird, hält der neue Lehrter Amtsgerichtsdirektor Robert Glaß die Kanzelrede in der Lehrter Matthäuskirche am Markt. (Foto: Matthäusgemde. Le)
Lehrte: Matthäuskirche |

Robert Glaß spricht zum Thema „Der ungerechte Richter“

LEHRTE (r/kl). Am Sonntag, 15. September, wird der Direktor des Amtsgerichts Lehrte, Robert Glaß, ab 18.00 Uhr auf der „Matthäuskanzel“ in der Lehrter Kirche am Markt zu Gast sein.
In seiner Rede wird sich Robert Glaß mit dem ungerechten Richter aus dem Lukasevangelium (Lukas 18, 1-8) und damit verbunden mit der Frage beschäftigen, wieviel Gerechtigkeit in unserem Rechtssystem steckt. Eine echte Herausforderung, wenn man bedenkt, dass wohl kein Richter das Etikett „ungerecht“ umgehängt bekommen möchte.
Robert Glaß wird sich in seiner Kanzelrede dieser Herausforderung stellen und unter der Überschrift: „Recht und Gerechtigkeit sind wie der erste Paragraf der Straßenverkehrsordnung: nämlich gegenseitige Vorsicht und ständige Rücksichtnahme“ ein verständiges Bild vom Rechtssystem zeichnen.
Musikalisch wird der Gottesdienst vom Chor „Querliedein“, unter der Leitung von Jason Johnson und von der Matthäuskantorin Birgit Queißner gestaltet, die liturgische Begleitung übernimmt Pastorin Gesa Steingräber-Broder und für die freundliche Bewirtung im Anschluss an den Gottesdienst sorgt der Vorstand der Matthäus-Stiftung.
Robert Glaß wurde 1968 in Hannover geboren, ging in Neustadt zur Schule und machte dort sein Abitur. Nach der Bundeswehr begann er mit dem Studium der Jurisprudenz, das er 1996 beendete. Es folgten zwei Jahre als Rechtsanwalt, bevor Robert Glaß die Seiten wechselte und zur Justiz ging: erst 1998 zur Staatanwaltschaft in Hannover, dann an die Amtsgerichte Hannover und Peine und schließlich ans Landgericht Hildesheim.
Seit dem 1. Januar 2002 ist Robert Glaß mit kurzer Unterbrechung als Strafrichter am Amtsgericht Lehrte tätigt, seit dem 4. Juli 2013 ist er Direktor des hiesigen Amtsgerichts.
Robert Glaß ist verheiratet, römisch-katholischen Bekenntnisses und bezeichnet sich selbst als „bekennenden Kirchensteuerzahler“. Er wohnt in Ahlten und ist dort einer der Mitorganisatoren des jährlich statt findenden Motorradgottesdienstes der evangelisch-lutherischen Martinsgemeinde.
Zu einer Kanzelrede erklärte er sich gerne bereit mit den Worten: „Wenn ich denn schon die Möglichkeit habe, mich auf die Kanzel zu stellen . . .“ Kirche hält er für wichtig, weil sie auch die Werte repräsentiert, auf die sich das christliche Abendland verständigt hat, und weil sie diakonisch tätig ist.