Neue Grünverbindung bereits zum Schützenfest Lehrte begehbar

Nach zehn Jahren Planung und Bau gaben sie die Grünverbindung im Hohnhorstpark frei: Stadtbaurat Christian Bollwein (v.l.), Bürgermeister Klaus Sidortschuk, Detlef Tietze und Volker Kemmling vom Fachdienst Grünplanung und Umwelt der Stadt. (Foto: Dana Noll)
Lehrte: Schützenplatz Lehrte |

Ein Beitrag von Dana Noll - Es ist zusammengewachsen, was zusammen gehört!“



LEHRTE (dno). „Was lange währt, wird endlich gut“, mit diesen Worten weihte Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk mit Vertretern der Stadtverwaltung die neue Grünverbindung zwischen dem Hohnhorstpark „Am Wasserturm“ und den sich nördlich erstreckenden Naherholungsbereichen ein. Auch die Schützenausmärsche hierüber zum Schützenplatz werden damit an diesem Wochenende zu einer Premiere!
Der Hohnhorstpark im Zentrum von Lehrte erstreckt sich über eine Fläche von knapp 28 Hektar. 1919 fertig gestellt, wurde er zu Beginn der 70er Jahre erstmals erweitert. Östlich des „Alten Stadtparks“ wurde der „neue Stadtpark“ angelegt.
Nach dem Abriss der Zuckerfabrik Lehrte entstand 2004 der Parkteil „Am Wasserturm“. Der Rückbau der ehemaligen Laubenkolonie im Bereich des Lehrter Schwimmbades ermöglichte 2005 die Zusammenführung der beiden älteren Parkteile. 2008 wurde der notwendige Wegebau realisiert.
Auch zwischen Bebauungsplanung und Fertigstellung der neuen Grünverbindung liegen mehr als zehn Jahre. Überlegungen, ob sich Vorteile für Autofahrer ergeben, wenn der Pfingstanger geöffnet werden würde, waren zeitaufwendig und warfen das Projekt zurück.
Ein Gutachten belegte, dass sich keine großen Verbesserungen für den Verkehr als auch für die Autofahrer ergeben würden. Und so konnte der Rückbau des westlichen Abschnitts der Straße Am Pfingstanger zwischen Manskestraße und Hohnhorstweg endlich vollzogen werden. Etwa 160.000 Euro musste die Stadt dafür aufwenden – mehr als geplant.
„Der Aushub war aufwendiger als gedacht“, so Volker Kemmling, Fachdienst Grünplanung und Umwelt. Die gefundenen alten Pflastersteine konnten jedoch als Kantenbegrenzung und Baumumrandungen mit verbaut werden. Die noch fehlende Bepflanzung mit vier Bäumen wird zeitnah realisiert.
Von Kastanien sehe man im Augenblick jedoch ab. Erst im Juni mussten zwei Rosskastanien gefällt werden, da sie von einer bakteriellen Infektion befallen waren. Favorisiert wird die Bepflanzung mit Eschen, „die im Frühsommer mindestens so schön blühen wie die Kastanienbäume“ heißt es.
„Hier ist eine natürliche Verbindung beider Stadtparkteile entstanden“, lobte Bürgermeister Sidortschuk, „für Fußgänger als auch Radfahrer ist der Rückbau ein großer Zugewinn.“
Aber auch für die Autofahrer ergeben sich Vorteile: Pünktlich zum Lehrter Schützenfest ist eine gut befestigte Zufahrt zum Schützenplatz entstanden.