Nebau ist "ein starker Auftritt der Stadtwerke Lehrte"

Polier Heinz Behning sprach am Donnerstag vor gut 100 Gästen aus dem 3. Geschoss des im Rohbau fertiggestellten neuen Betriebsgebäudes der Stadtwerke Lehrte den Richtspruch. (Foto: Walter Klinger)

Richtkranz weht über dem neuen Betriebsgebäude

LEHRTE (r/kl). "Ein starker Auftritt der Stadtwerke Lehrte, die ein starker Partner der Lehrter Bürger und Energieversorger Nummer eins in Lehrte sind", bilanzierte in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Klaus Sidortschuk am Donnerstag beim Richtfest für den Neubau mit den Büros und dem modernen Kundencenter und der Lagerhalle der Stadtwerke Lehrte an der Germaniastraße. Der Neubau sei erforderlich geworden, weil die Stadtwerke in Mitarbeiterzahl und Leistungsumfang weiter wachsen - nach Wasser und Gas vertreiben sie mit gutem Erfolg jetzt auch Strom zu günstigen Tarifen - und über die Übernahme des Stromnetzes in Eigenverantwortung werde bereits verhandelt.
"Es gibt hier nur Gutes zu berichten und Lob zu verteilen. Alle Planer und Firmen haben sich bisher sehr termintreu und zuverlässig verhalten. Auch an der Kostendisziplin gibt es bisher nichts zu kritisieren. Deshalb bewegt sich das gesamte Bauvorhaben nach wie vor gut in dem kalkulierten Zeit- und Kostenrahmen (Bausumme rund acht Millionen Euro, Fertigstellung spätestens zum Dezember 2014)", freute sich auch Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Eberth.
Als am 25. September vergangenen Jahres der Grundstein für das neue Betriebsgebäude gelegt wurde, war nur eine große Baugrube zu sehen und vom abgerissenen E-Werk riesige Trümmer- und Erdhaufenhaufen sowie eine stehengebliebene einsame Fassade.
Zum Richtfest konnten die etwa 100 Gäste aus Aufsichtsrat, Rat und Verwaltung sowie Vertretern der beteiligten Firmen jetzt schon auf den zu weiten Teilen fertiggestellten Rohbau des Betriebsgebäudes und der neuen Lagerhalle blicken. Auf der Halle sind bereits die Dachbinder und Deckenplatten aufgelegt, so dass mit Fug und Recht das Richtfest gefeiert werden konnte. Architekt Kay Marlow sprach bereits von einem "magischen Dreieck" mit historischen Wasserturm und den beiden neuen Stadtwerke-Gebäuden - und zeigte sich gewiss, dass bei der Fertigstellung auch die Entscheidung zur Integration der alten E-Werk-Fassade diesem Ensemble eine einzigartige optische Wirkung verleihen werde.
Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Eberth verdeutlichte die Größenordnung des Bauvorhabens mit einigen Zahlen:
- Das Grundstück des alten E-Werkes gegenüber dem Lehrter Wasserturm hat eine Größe von 10.896 Quadratmetern.
- Das Büro- und Verwaltungsgebäude hat eine Grundrissfläche von 22,3 m x 33,7 m. Das sind rund Quadratmeter.
- Die nutzbare Bürofläche wird, angefangen vom Keller über ein Erdgeschoss und ein 1. und 2. Obergeschoss rund 2.000 Quadratmeter betragen.
- Hinter der Fassade des alten E-Werkes, die erhalten bleibt entsteht eine Lagerhalle mit einer Grundfläche von etwa 700 Quadratmetern.
- Bürogebäude und Lagerhalle zusammen mit den umfangreichen Erdbewegungen werden rund acht Millionen Euro kosten.
- Bürogebäude und Lagerhalle erhalten auf dem Dach eine Photovoltaikanlage, wodurch die Gebäude zum Plus-Energiehaus werden. Das heißt, die Gebäude erzeugen mehr Energie als sie selbst durch die Nutzung verbrauchen.
- Die Heizung im Winter und die Kühlung im Sommer werden über Erdwärmesonden mit einer Tiefe von rund 100 Meter realisiert. Eine Wärmepumpe bringt die Erdwärme bzw. Erdkälte auf das im Gebäude erforderliche Temperaturninveau. Damit entspricht die Energieversorgung und Klimatisierung dem neuesten technischen Stand.
- Die Kühlung und auch einen Teil der Heizung werden über eine sogenannte Betonkernaktivierung realisiert (in die Betondecken eingegossene Kühl- bzw. Heizschlangen.
Die Fertigstellung der Gebäude ist zum Jahresende 2014 geplant. Dank für den bisherigen guten Baufortschritt sprach Eberth besonders auch der Stadt Lehrte welche mit ihren Fachämtern für Stadtplanung, Grünplanung, Bauordnung, Gebäudemanagement und Liegenschaften aus, welche diesesn sehr engagiert unterstützt und für einen schnellen Genehmigungsablauf in der Planungsphase gesorgt hätten. Ebenso den Stadtwerke-Mitarbeitern Björn Rust und Werner Osterloh, die sich bisher mit großem Engagement neben ihren eigentlichen Aufgaben in die Raum- u. Gebäudeplanung mit eingebracht und maßgeblich mit dazu beigetragen hätten, dass bereits jetzt das Richtfest für die neuen Stadtwerksgebäude gefeiert werden konnte.