Nächtlicher Horrorunfall auf der A2 bei Lehrte

Die Flammen schnell ersticken, aber nicht mehr die auf dem Rücksitz des verunglückten und seitlich gerammten Ford Ka eingeklemmten zwei jungen Männer retten konnte am Sonntagmorgen die Ortsfeuerwehr Lehrte auf der A 2. (Foto: Feuerwehr Lehrte)

Drei junge Männer sterben, einer in Lebensgefahr, Helferin schwer verletzt

LEHRTE (r/kl). Sonntagmorgen gegen 04.30 Uhr hat es auf der Autobahn
2 in Richtung Dortmund, kurz vor der Abfahrt Lehrte-Ost, einen Unfall zwischen drei Pkw gegeben, bei dem drei junge Männer (21, 26 und 27 Jahre alt) um ihr Leben gekommen sind. Die Polizei sucht dringend Zeugen!
Bisherigen Ermittlungen zufolge war ein Ford-Fahrer zusammen mit drei Mitfahrern (21, 22, 26 und 27 Jahre alt) zwischen den Anschlussstellen Lehrte-Ost und Lehrte unterwegs gewesen, als er aus bisher ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam. Danach geriet er ins Schleudern, prallte links gegen die Leitplanke und kam auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen.
Ein nachfolgender Fiat-Ducato, in dem ein 50 Jahre alter Fahrer und sein 41-jähriger Beifahrer saßen, kollidierte mit dem Fahrzeug, wurde nach rechts abgeleitet und kam am rechten Fahrbahnrand in der Schutzplanke zum Stillstand. Der Ford wurde dadurch in die Mittelschutzplanke geschleudert und kam quer zur Fahrtrichtung auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen.
Der dritte Unfallbeteiligte, ein 39-jähriger Fahrer eines Skoda Oktavia, übersah den unbeleuchteten Unfallverursacher, prallte ungebremst in dessen Seite, wodurch der Kleinwagen weiter nach vorne geschleudert wurde und Feuer fing. Bei dem Aufprall schleuderte der 21-Jährige, der vorne gesessen hatte - noch ist unklar, ob es sich bei ihm um den Fahrzeugführer handelt -, aus dem Auto und erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Die beiden 26- und 27-jährigen hinten sitzenden Männer wurden durch die Kollision eingeklemmt und verbrannten im Fahrzeug.
Der Ford brannte vollständig aus. Die Ortsfeuerwehr Lehrte konnte bei ihrem Eintreffen die Flammen schnell mit einem Sonderstrahlrohr ersticken. Ein Rettungshubschrauber transportierte den 22 Jahre alten Mann, der aus dem Auto gerettet werden konnte, schwerverletzt in eine Klinik. Er schwebt derzeit in Lebensgefahr. Die beiden Insassen des Fiat Ducato blieben unverletzt.
Der 39-jährige Fahrer des Skoda erlitt ebenfalls lebensbedrohliche Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Autobahn war bis zum späten Nachmittag noch in Richtung Dortmund voll gesperrt. Am Montag gab es erneute Staus, da sich das geschmolzene Metall des brennenden Autos mit der Fahrbahndecke verbunden hatte und diese aufgefräst werden musste. Da der Verkehr noch einspurig geführt werden konnte, waren die Staus auf den Umleitungsstrecken bitter, aber nicht so schlimm wie am vergangenen Mittwochvormittag, als Unfälle die Sperrung sowohl der A 2 bei Lehrte und auch der (Umleitungs-)A 37 bei Kirchhorst erforderlich machten.
Für den Pkw-Unfall am Sonntag sucht die Polizei sucht dringend Zeugen zum Unfallhergang. Wer kann Angaben dazu machen? Hinweise nimmt der Verkehrsunfalldienst Hannover unter Telefon (0511) 1 09 - 18 88 entgegen.