Nachbarkommunen Lehrte und Sehnde geben bald gemeinsam Lehrstellen-Atlas heraus

"pro regio"-Geschäftsführer Jürgen Hansen präsentiert die bisherigen Ausgaben des Lehrstellenatlas. Für die gemeinsame Neuauflage gemeinsam für Lehrte und Sehnde befragen SchülerInnen in den nächsten Wochen rund 700 Betriebe nach ihren Ausbildungspätzen und der Möglichkeit von Schulpraktika. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - KGS Sehnde und Haupt- und Realschule Hämelerwald sammeln die Daten

SEHNDE/LEHRTE (hdb). Im März 2013 soll ein neuer Lehrstellen-Atlas erscheinen. Mit Unterstützung der beiden Nachbarkommunen Lehrte und Sehne hat der Verbund „pro regio“ die Federführung übernommen. Schüler der Kooperativen Gesamtschule Sehnde und der Haupt- und Realschule Hämelerwald leisten aber wichtige Basisarbeit bei der Datensammlung.
Dafür werden in beiden Schulen jeweils Neuntklässler fit gemacht. Durch Gesprächs- und Telefontraining sollen die Jugendlichen geschult werden, um erste Kontakte mit ortsansässigen Firmen anzubahnen und Gesprächstermine zu vereinbaren. „Die Schüler müssen sich selbst bemühen“, sieht KGS-Schulleiterin Helga Akkermann in der Aktion auch einen wichtigen pädagogischen Ansatz.
In einer Startauflage von 2.000 Exemplaren soll der kostenlose Lehrstellenatlas im Frühjahr 2013 erscheinen. Die Broschüre wird zwar laut "pro regio"-Geschäftsführer Jürgen Hansen keine aktuellen Ausbildungsplätze ausweisen. Jedoch ist beabsichtigt, den jährlich etwa 700 Schulabgängern nach Klasse 10 in beiden Kommunen eine allgemeine Übersicht über alle ortsansässigen Betriebe mit Ausbildungsplätzen an die Hand zu geben.
Als Bestandteil des Fachbereiches Arbeit, Wirtschaft und Technik ist das Projekt an der KGS Sehnde Teil des Unterrichts mit dem Ziel einer Hilfe zur Berufsorientierung. In Sehnde mit immerhin mehr als 200 Ausbildungsbetrieben befassen sich etwa 60 Realschüler des neunten Jahrganges mit dem Projekt, in Hämelerwald ist neben 60 Neuntklässlern auch eine Arbeitsgemeinschaft mit der Kontaktaufnahme zu Firmen befasst.
Die Jugendlichen arbeiten aber laut Akkermann auch außerhalb ihrer Unterrichtszeit an dem Projekt, das eine längerfristig gültige Übersicht über staatlich anerkannte Ausbildungsplätze enthalten wird und von dem die Jahrgänge acht bis zehn aller Schulen profitieren sollen.