Nach dem Frühjahrsputz in der Lehrter City werden Bockwürste und Kartoffelsuppe serviert

Müll in Mengen: Vor dem Container begutachten (von links) Sonja Truffel, Udo Gallowski, die fleißigen Kinder Till, Lukas, Jan und Julien sowie Manfred Tschäke und Karin Meisinger die reiche Ausbeute. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Terminverschiebung beeinflusst Teilnehmerzahl negativ – Geselliger Abschluss im Fachwerkhaus

LEHRTE (hdb). Grünflächen und Randstreifen entlang des Straßen- und Wegenetzes waren das Ziel von etwa 100 Freiwilligen, die sich an der Aktion „Lehrte putzt sich raus“ beteiligt haben. Tags zuvor waren schon etwa 1500 Kinder aus Schulen und Kitas zum Frühjahrsputz ausgeschwärmt.
Eigentlich sollte die vom Stadtmarketing zum zweiten Mal vorbereitete Aktion schon vor vier Wochen starten, musste aber witterungsbedingt abgeblasen werden. Am vergangenen Sonnabend dann aber zeigte das Thermometer zwölf Grad, und war der Himmel leicht bewölkt – ideale Voraussetzungen, wie die Organisatoren Sonja Truffel und Udo Gallowski vom Stadtmarketing und Willy Goronczy als Sprecher des Arbeitskreises „Natur erleben“ meinten.
Dass die Teilnehmerzahl dann doch hinter den Erwartungen und dem Vorjahresergebnis - etwa 200 Personen - zurückblieb, führten sie auf die unglückliche Terminverschiebung zurück. „Und der eigene Garten ruft“, orakelte Goronczy. Trotzdem freuten sich die Macher über rund 100 Aktive, überwiegend Vereinsabordnungen wie der Modelleisenbahnverein, Auszubildende von McDonalds oder die Jugendfeuerwehr, die vom Fachwerkhaus aus ausschwärmten und später gefüllte aha-Säcke mit der Aufschrift „Der große Rausputz“ am Container auf dem Schützenplatz ablieferten. Der Obi-Gartenmarkt hatte Greifer gesponsert, so dass beim Müllsammeln der rücken entlastet wurde.
Schwerere oder sperrige Fundstücke, unter anderem Fahrräder, Autoreifen, eine Mikrowelle und Neonröhren, sammelte Eberhard Patelay bei seiner Rundfahrt mit einem kleinen Anhänger ein. Karin Meisinger berichtete von ihrem Einsatz unter der Autobahnbrücke am Ortsausgang Richtung Aligse. „Das hat sich wirklich gelohnt“, beschrieb sie den Umfang des acht- und sorglos von Umweltsündern weggeworfenen Mülls.
Das abschließende Treffen im Fachwerkhaus nutzten mehr als 30 Teilnehmer, um sich bei Bockwurst und Eintopf zu stärken. Das Essen war von Jörg Steinhauer aus der Miele-Betriebskantine gesponsert worden und wurde von Bürgermeister Klaus Sidortschuk, Katrin Wilke und Ingo Schmalz ausgeteilt. Der Rathauschef stellte als Fazit der vierstündigen Aktion fest: „Lehrte glänzt, aber noch nicht überall.“ Für eine kleine Tombola hatten Firmen und Geschäftsleute 20 Preise gestiftet. Den Hauptgewinn, eine Kaffeemaschine, sicherte sich Jasmin Ludwig.