Müttercafé Alberta in Lehrte

Die Frauen finden im Müttercafé einen geschützten Gesprächsraum, die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Freundinnen zu finden. Durch die Anwendung der deutschen Sprache wird ihre Integration gefördert. (Foto: Lehrte hilft)
Lehrte: Albert-Schweitzer-Schule |

Ein Beitrag zu Integration und Austausch

LEHRTE (r/kl). Mittwochmorgen, 8.30 Uhr. Die Eingangstür der Albert-Schweitzer-Grundschule in Lehrte, öffnet sich: Mütter, mit Kindern und Kinderwagen, gehen zielstrebig Richtung Schulküche. Denn seit März dieses Jahre findet dort das „Müttercafé Alberta“ statt: Jeden Mittwoch von 8.30 Uhr bis 11.00 Uhr. Immer, während der Schulzeit.
Das Müttercafé ist ein Pilotprojekt für Mütter und Frauen mit Fluchterfahrung oder Migrationshintergrund. Die Albert-Schweitzer-Schule stellt den guten Rahmen zur Verfügung. Organisiert wird es von „Lehrte hilft“ und dem Roten Kreuz mit der finanziellen Unterstützung der Stadt Lehrte, des Landes Niedersachsen sowie des Kirchenkreises Burgdorf.
Mit dem Projekt sollen Frauen und Mütter mit Fluchterfahrung oder Migrationshintergrund besser in das Leben in Lehrte integriert werden. Es geht insbesondere darum, Mütter und Kinder erfolgreicher durch das Schulsystem kommen zu lassen, aber auch Unterstützung und Förderung an anderen Stellen anzubieten. Dafür wurden Asin Badri-Giesecke und Hala Ibrahim Daoud, die beiden Gastgeberinnen des Cafés, in Hannover zu sogenannten Stadtteilmüttern qualifiziert.
Nach einer herzlichen Begrüßung wird im Müttercafé gemeinsam gefrühstückt. In einer interessanten Mischung aus Deutsch, Arabisch, Kurdisch und Englisch erzählen die Teilnehmerinnen, was sie gerade bewegt. Danach werden spezielle Themen besprochen, die die Mütter mitbringen oder die sonst regelmäßig nachgefragt werden: Wie füllt man einen BuT-Antrag aus?
Wer kann einen Antrag für einen gynäkologischen Eingriff übersetzen und ausfüllen? Was gehört zu einem gesunden Frühstück? Wann beginnt der nächste Deutschkurs?
Außerdem kommen externe Referentinnen zu Besuch, zum Beispiel von der AWO-Frauenberatung oder der Erziehungsberatung aus Lehrte. Fast beiläufig lernen die Besucherinnen so auch Deutsch oder kochen gemeinsam – während die Kinder spielen oder malen.
Die Frauen finden im Müttercafé einen geschützten Gesprächsraum, die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Freundinnen zu finden. Durch die Anwendung der deutschen Sprache wird ihre Integration gefördert. Gemeinsam mit Evelyn Fillies-Strohm (Koordinatorin) und Veronika Schulte (Sprecherin von „Lehrte hilft“) unterstützen die beiden Stadtteilmütter die Frauen und vermitteln sie beispielsweise in die ehrenamtlichen Angebote des Netzwerkes „Lehrte hilft“ (05132) 33 11 / buero@lehrte-hilft.de).
Weitere Mütter und Kinder sind herzlich Willkommen - jeden Mittwoch, vormittags während der Schulzeit.