Mitsingen erwünscht beim Chorkonzert der Singgemeinschaft Hämelerwald

Christbaumkugeln für die Ohren: Heidi Umbach, Uschi Koht, Anne Kühn und Axel Heindorf aus Hämelerwald, Susanne Heuer aus Handorf, Dagmar-Sibylle Jahn aus Dollbergen und Jana Schierwater aus Arpke sowie Dieter Prause und Christa Runge hatten sich für ihren originellen weihnachtlichen Hals-, Ohr- und Revers-Schmuck am heimischen Christbaum bedient. (Foto: Susanna Veenhuis)

Ein Beitrag von Susanna Veenhuis: Volle Kirchenbänke und viel Applaus für die Chöre

LEHRTE-HÄMELERWALD (sv). Über voll besetzte Kirchenbänke konnten sich die drei Chöre der Singgemeinschaft Hämelerwald freuen, die zu ihrem traditionellen Weihnachtskonzert in die Katholische Kirche am Bussardweg eingeladen hatten. Zum Auftakt wie zum Schluss des vielfältigen Programms war auch der Einsatz der Besucher gefragt: Gemeinsam mit den Chorsängern intonierten sie gleich zu Beginn alle fünf Strophen des Labeser Weihnachtslieds.
Da einige der Sänger aus Schwüblingsen stammen, wo dieses Lied seit 15 Jahren mitsamt dem gleichnamigen Krippenspiel zum festen Weihnachtsrepertoire gehört, musste das mit ins Programm, wie Sabine-Jacqueline Könecke vom Chor "Tuesdays" verriet. Der Einstieg ins Chorprogramm gehörte den zarten Stimmen des Jugendchors Voic'es out loud, die mit gängigen Popsongs wie „Someone Like You“ und einem Weihnachtsmedley aufwarteten, in dem sie noch etwas schüchtern mit „Santa Baby“ kokettierten und „White Christmas“ heraufbeschworen – zum ersten Mal mit ihrem neuen Chorleiter Bartek Kwoka. Unter anderem mit Titeln wie „Jamaican Noel“ und „Vom Flügel eines Engels berührt“ schloss sich der Chor mit dem ungewöhnlichen Namen "Die-3-Chöre an", um sich danach zusammen mit dem Chor "Tuesdays" den frohen Botschaften von gefiederten Himmelsboten, den „Angel Tidings“, zu widmen.
Als ein ungefiederter, weil sehr menschlicher Botschafter hatte Dieter Prause sehr zum Vergnügen der Besucher die Geschichte eines kleinen Jungen und dessen außerordentlich kreativ gestalteter Familienkrippe zu verkünden. Aufgrund von Alterserscheinungen und diversen Schäden am Original-Personal musste Josef durch einen Plastik-Batman ersetzt werden, der mit seiner Pistole das Christkind notfalls gegen einen ebenfalls dort platzierten Brontosaurus verteidigen muss. Zwecks besserer Standfestigkeit hat ein einbeiniger Engel auf einem Motorrad Platz genommen. Unter die Hirten und Schafe haben sich mittlerweile auch das Rotkäppchen, eine Kuh und ein kleines Nilpferd geschmuggelt.
Mit „Tochter Zion“ eröffnete Mark Ossadnik an der Kirchenorgel den Konzertabend. Er begleitete auch bei einigen Stücken die Chöre am Keyboard, die mal allein, mal mit einem der Chöre, mal alle zusammen im Wechsel verschiedene Lieder präsentierten. Hoffentlich nicht ungehört bleibt der gesungene Wunsch der "Tuesdays": „Let It Snow“ beschworen die Sängerinnen den Wettergott für Weihnachten.