Mit "rauchenden" Köpfen ins schriftliche Abitur gestartet

Schulleiterin Silke Brandes und Jens Lamker als einer der Oberstufenkoordinatoren des Gymnasiums Lehrte beim Prüfungsbeginn am Mittwoch mit den Umschlägen mit den Aufgabenvorschlägen. Nach 20 Minuten Wahlzeit schrieben die Schüler 300 Minuten im Leistungskurs (eA) und 220 Minuten im Grundkurs (gA). Mittwoch gab es vier Prüfungsräume: Drei Kurse mit erweiterten Anforderungen (eA) und ein Kurs mit grundlegenden Anforderungen (gA). Insgesamt gehen beim Lehrter Gymnasium 144 Schüler in die Abiturprüfungen. (Foto: Gymnasium Lehrte/Halupczok)

"Zentralabitur"-Prüfungen dauern noch bis zum 29. April an

LEHRTE/SEHNDE/REGION (r/kl). Mit der schriftlichen Prüfung im Fach Geschichte haben am Mittwoch in Niedersachsen die Abiturprüfungen im Schuljahr 2015/2016 begonnen, darunter auch für 144 Schüler/innen des Gymnasiums Lehrte und 138 Schüler/innen der Kooperativen Gesamtschule Sehnde.
Landesweit nehmen rund 36.000 Schüler/innen in rund 410 Schulen nehmen daran teil: davon etwa 74 Prozent Prozent an Gymnasien und Kooperativen Gesamtschulen, die Übrigen verteilen sich auf Berufliche Gymnasien (18 Prozent), Integrierte Gesamtschulen (6 Prozent) und Freie Waldorfschulen (1 Prozent), Abendgymnasien und Kollegs (1 Prozent).
Hinzu kommen die Nichtschülerprüfungen sowie die Prüflinge an den Berufsoberschulen, die allerdings nicht am Zentralabitur teilnehmen. Den Schulen werden die Prüfungsaufgaben in verschlüsselter Form über das Internet zugänglich gemacht. Die letzte schriftliche Abiturprüfung wird diesmal am 29. April im Fach Mathematik abgelegt.
Seit 2006 finden die Prüfungen im Rahmen des Zentralabiturs statt, das heißt für alle Schüler/innen in Niedersachsen werden landesweit einheitliche schriftliche Prüfungsaufgaben gestellt, in wenigen Prüfungsfächern erfolgt die Aufgabenstellung dezentral.
Niedersachsen nimmt zudem auch in diesem Jahr wieder an dem seit 2014 eingeführten länderübergreifenden Abitur teil. Gemeinsam mit den Ländern Bayern, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Schleswig-Holstein und Bremen hat sich Niedersachsen darauf verständigt, für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik gemeinsame Aufgabenteile in die Abiturprüfungen zu integrieren.
Expertengruppen aus diesen Ländern haben dafür Aufgaben für das erhöhte Anforderungsniveau bzw. den Leistungskurs entwickelt. Das Ziel ist eine bessere Vergleichbarkeit der Abiturprüfung in den Bundesländern.
Die ländergemeinsamen Absprachen zur Abiturprüfung werden auch in den kommenden Jahren fortgeführt und stehen in enger Abstimmung mit der Umsetzung der Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik in allen Bundesländern. In diesem Zusammenhang wird für die Abiturprüfungen ab 2017 ein Aufgabenpool aufgebaut, aus dem sich dann alle Bundesländer bedienen können.
Nach Geschichte am Mittwoch; Kunst, 1. Prüfungsfach an Beruflichen Gymnasien (Ernährung, Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen-Controlling, Gesundheit-Pflege, Pädagogik-Psychologie am Donnerstag und Biologie am Freitag werden landesweit noch folgende Abiturprüfungen abgenommen: 11. April: Politik-Wirtschaft; 12. April: Griechisch, Spanisch; 13. April: Physik; 14. April: Erdkunde, Berufliche Gymnasien: Volkswirtschaft, Betriebs- und Volkswirtschaft); 15. April: Französisch, 18. April: Chemie; 19. April: Latein; 20. April: Ev. Religion, Kath. Religion, Werte und Normen: 21. April: Deutsch; 22. April: Sport, Informatik; 26. April: Englisch; 27. April: Musik und 29. April: Mathematik.
Die mündlichen Abiturprüfungen beginnen dann am 9. Mai, die Abiturzeugnisse werden in diesem Jahr vom 16. bis zum 18. Juni in Niedersachsen vergeben.