Martina Thöne übernimmt den Kriminal- und Ermittlungsdienst

Martina Thöne (von links) kommt (als neue Leiterin des Kriminal- und Ermittlungsdienstes), Ulrich Bode bleibt (als Chef des Kommissariats) und Ralf Oltmanns geht (nach Hannover zum Fachbereich Korruption). (Foto: Horst-Dieter Brand)

Lehrter Polizeikommissariat steht nach vier Jahren ein nahtloser Wechsel bevor

LEHRTE (hdb). Lehrtes Polizeichef Ulrich Bode hat nach eigenen Angaben den „Kampf um Ralf Oltmanns verloren“. Sein bisheriger Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes steigt demnächst auf der Karriereleiter eine Stufe höher. Seine Nachfolgerin wird zum 1. Juli Martina Thöne.
Der 49-jährige Oltmanns war seit 2012 KED-Leiter in Lehrte und Sehnde. Im vergangenen Jahr half der gebürtige Oldenburger bei der Polizeidirektion Hannover vier Monate lang auf dem Spezialgebiet für Korruption und Amtshilfe aus – offenbar „so erfolgreich“, wie sein Lehrter Chef meinte, dass er nun dorthin auf den vakant gewordenen Posten zurückkehrt. „Tolle drei Jahre“ habe er in Lehrte erlebt, seine Dienststelle sei ihm „ans Herz gewachsen“, blickte Oltmanns wenige Tage vor seinem offiziellen Abschied dankbar zurück. Jetzt winkt dem in Celle wohnenden Kriminalhauptkommissar eine baldige Beförderung zum 1. Kriminalhauptkommissar.
Oltmanns hat seine Nachfolgerin, die 1978 ihre Ausbildung bei der Polizei begonnen hatte, bereits in ihr neues Aufgabenfeld eingearbeitet. Kommissariatsleiter Bode kann dem Personalwechsel auch etwas Gutes abgewinnen: "Sowas kann sich durchaus positiv auswirken und macht weniger betriebsblind“, hofft Bode auch auf „neue Sichtweisen“ von Martina Thöne.
Sie wechselt nach Lehrte aus Burgdorf, wo die 55-Jährige Beauftragte für Jugendsachen war. Künftig wird die lange Jahre beim Landeskriminalamt in der Präventionsarbeit beschäftige Mutter von mittlerweile zwei erwachsenen Söhnen für deutlich mehr Personal Verantwortung übernehmen als bisher.
„Das ist für mich eine Herausforderung. Ich habe keine Berührungsängste und bin Stresssituationen gewohnt“, geht die in Braunschweig geborene Hauptkommissarin aus Celle „mit frischem Elan“ an ihre neue Aufgabe heran und freut sich „auf ein tolles Team“. Ihr künftiger Vorgesetzter zeigte sich bei ihrer öffentlichen Vorstellung zufrieden darüber, dass durch die Personalrochade keine sonst durchaus übliche Vakanz entstanden sei, sondern dass die Nachfolge nahtlos geklappt habe. Dafür müssen jetzt die Burgdorfer Kollegen eine Weile „büßen“. Denn dort ist die bisherige Position von Martina Thöne zwar ausgeschrieben, aber noch nicht wieder neu besetzt worden.