Lehrter Abend-City-Lauf mit viel Sport- und Sponsoren-Freude

Vor den Läufern des ersten 2-Km-Laufs dankten (v.l.) Streckenkommentator Reiner Dismer, Bürgermeister Klaus Sidortschuk, sein Stellvertreter Dündar Kelloglu und City-Lauf-"Vater" Dr. Jürgen Teiwes (rechts) dem Lehrter Unternehmer Hasan Kurtulus (3.v.re.) und Orhan Kabaoglu, General Manager von Turkish Airlines, für ihr seit Jahren treues Sponsoring, das in diesem Jahr auch eine professionelle Zeitmessung (per Transponder und zusätzlich Video) ermöglichte. (Foto: Walter Klinger)

. . . aber leider auch Autofahrer- und Passanten-Unverständnis

LEHRTE. Licht und Schatten beim diesjährigen "12. Lehrter Abend-City-Lauf" des Lehrter SV: Dank der 100 Helferinnen und Helfer lief organisatorisch alles am Schnürchen. Fast 2.700 Anmeldungen katapultierten das Lauf-Event unter die 15 der größten Volksläufe. Die Hauptsponsoren, denen Bürgermeister Klaus Sidortschuk bei der Eröffnung noch einmal ganz besonders gedankt hatte, und City-Lauf-"Vater" saßen anschließend noch bis 02.30 Uhr am nächsten Morgen auf der Burgdorfer Straße zusammen und feierten den Erfolg. In den sich Sorgen mischten, denn einer der beiden Schlussläufer auf Inline-Skates war auf der gesperrten Strecke von einem Autofahrer angefahren worden und musste zunächst ins Krankenhaus.
"Das haben wir noch nie erlebt", zeigte sich Dr. Jürgen Teiwes vom veranstaltenden Lehrter Sport-Verein (LSV) über diesen Vorgang entsetzt. Offenbar wollte der seit Jahren bewährte Schlussläufer den Autofahrer darauf hinweisen, dass er sich mitten in einem Volkslauf befand und fuhr auf seinen Skates neben das Auto. Dessen Fahrer fuhr ihm über den Fuß. Zum Glück gab es nur Prellungen, keinen Knochenbruch.
Auch sonst gab es regelrechte kleine "Volksläufe", wenn zwischen den Laüfern immer wieder ganze Gruppen, zum Teil mit Rädern, die Rennstrecke kreuzten - und dabei oft genug die Geschwindigkeit der herannahenden Läufer unterschätzten. Hinter der Wassertheke prallten Läufer auf ein Fahrrad, dessen Fahrer anschließend fast noch gegen den LSV-Bus geprallt wäre.
Offenbar sieht ein starker Bevölkerungsteil das Lauf-Event nur als Stimmungs-Sportfest, die Rücksichtnahme auf die freie Strecke für die Sportler leidet da ein wenig. Vor dem nächsten City-Lauf werden wir deshalb vorbeugend einige Fotos von solch gefährlichen Situationen veröffentlichen.
Sonst ist aber alles in Ordnung, bei den aktiven, wie beim Publikum. Am Vortag noch Chef des großen Lauf-Events bis in die Nacht unterwegs, stand so LSV-Leichtathletik-Abteilungsleiter Bernd Lillie den nächsten Tag schon wieder ehrenamtlich hinter dem Tresen des Bluesfestival-Gastronomiezeltes. Warum tut man sich solchen Stress an?: "Weil hier alle für Lehrte mitziehen, und das alles so prima ist", meint der LSV-Aktive. Und Netzwerk heißt auch: Aktive vom Bluesfestival waren auch bei City-Lauf dabei, zum Teil auch als Läufer.