Lehrte ist mit größtem Zuwachs an Anlagen „Solarvizemeister“

Die „Solarmeister“ der Region mit der Klimaschutzprinzessin im Hannover Congress Centrum. Für Lehrte nahm Stadtbaurat Burkhard Pietsch (2. Reihe, re.) die Auszeichnungen entgegen. (Foto: Klimaschutzagentur)

Allein der regionale Solarstrom reicht in der Spitze für 11.000 Haushalte

LEHRTE/REGION (r/kl). Zwar ist beim diesjährigen Wettbewerb „Solarmeister“ der Klimaschutzagentur der Region Hannover in der Kategorie über 30.000 Einwohner Neustadt/a. Rbg. der alte auch der neue Sieger. Doch mit beachtlichen Zuwächsen weiter aufschließen konnten Lehrte und Barsinghausen auf den Plätzen
zwei und drei. Lehrte erhielt (wie in der Kategorie der kleineren Kommunen die Wedemark) auch die Medaille für den größten Zuwachs an Solaranlagen.
Die stellvertretende Regionspräsidentin Doris Klawunde (Lehrte) übergab die Pokale und Urkunden jetzt im Hannover Congress Centrum. Für die Stadt Lehrte nahm Stadtbaurat Burkhard Pietsch die Auszeichnungen entgegen.
In Neustadt/Rbge. hat sich die Anzahl der Solaranlagen seit 2009 nochmals nahezu verdoppelt. Es verteidigte seinen Titel „Solarmeister“ mit 7,7 MWp Solarstrom und 1.860 Quadratmeter Solarwärme-Fläche bereits zum vierten Mal. Die Stadt hat insgesamt 684 Anlagen (173 Solarwärme, 511 Solarstrom) gemeldet und mit 307 neuen Anlagen den 1. Platz verteidigen können – aber Lehrte und Barsinghausen kommen hier bereits näher heran.
Die Stadt Lehrte (Kategorie über 30.000 Einwohner) erhielt mit 329 Neumeldungen von Solaranlagen neben der Wedemark (bis 30.000 Einwohner, 130 Neumeldungen) auch die Medaille für den größten Zuwachs an Solaranlagen.
Mit der Nachbarkommune Uetze ging auch der Titel „Solarmeister“ in der Kategorie bis 30.000 Einwohner in den Ostkreis Hannover. Dies war eine Überraschung, denn bei der letzten Auswertung im Jahr 2009 lag die Gemeinde noch auf dem vierten Platz.
Die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover organisierte den Wettbewerb um die meiste Solarenergie pro Einwohner zum siebten Mal. Alle Einwohner der 21 Kommunen in der Region waren aufgerufen, während der zweijährigen Saison ihre Solarstrom- und -wärmeanlagen bei den jeweiligen Energie- und Umweltbeauftragten zu melden, welche die Daten an die Klimaschutzagentur weitergaben.
„Der Einsatz regenerativer Energien muss weiter gefördert werden, nur so treiben wir
die Energiewende voran. Neben dem Klima profitiert aber auch das Handwerk in der
Region von der wachsenden Zahl an Solaranlagen“, so Udo Sahling, Geschäftsführer
der Klimaschutzagentur.
Insgesamt haben die Städte und Gemeinden der Region Hannover 8.391 Solaranlagen gemeldet, 2.509 mehr als 2009. Besonders auffällig ist der Zuwachs beim Solarstrom: Die Anzahl hat sich mehr als verdoppelt. Waren es 2009 noch 1.860, so wurden jetzt 3.908 Photovoltaikanlagen bei der Klimaschutzagentur gemeldet.
Durch mehrere großflächige Installationen hat sich die Spitzenleistung in der Summe gleichzeitig sogar mehr als verdreifacht und liegt nun bei rund 57 MWp. Damit kann rechnerisch der Strombedarf von mehr als 11.000 Haushalten gedeckt werden.
Der Überraschungssieger Uetze konnte sich in der Kategorie unter 30.000 Einwohner
mit fast 4 MWp Solarstrom und Solarwärmeanlagen mit 1.283 Quadratmeter Kollektorfläche an die Spitze setzen. Insgesamt wurden aus der Gemeinde 266 Anlagen gemeldet, davon 75 Solarwärme- und 191 Solarstromanlagen.
„Bei der Solarliga kann jeder Bürger seinen Beitrag zum Klimaschutz
öffentlich zeigen. Jede Anlage ist in doppelter Hinsicht entscheidend, zum Einen bringt sie die Kommune im Wettbewerb nach vorn und zum Anderen verbessern die Bürger ihre persönliche CO2-Bilanz“, betonte Doris Klawunde.
Konkurrenzlos ging Hannover in der Kategorie über 100.000 Einwohner an den
Start und konnte einen großen Schritt nach vorn vermelden: Aus der
Landeshauptstadt wurden 1.546 Solaranlagen gemeldet, 294 mehr als noch vor
zwei Jahren. Damit verfügt Hannover über 10.275 Quadratmeter Solarwärme-Fläche und rund 9,1 MWp Solarstrom. Dafür gab es aus den Händen der stellvertretenden
Regionspräsidentin eine Urkunde.
Zum Erfolg der „Solaren Regionalliga 2010/2011“ haben maßgeblich die
Kommunen beigetragen, welche die Daten sammelten, sowie die Region Hannover,
EON Avacon und der enercity-Fonds proKlima, die den Wettbewerb finanziell
unterstützten. Weitere Informationen auf www.klimaschutz-hannover.de.