Lehrte-Abend der SPD galt dem Thema „Verkehrswege“

Standortvorteil und Fluch zugleich: Die strark belastete Autobahn 2 bei Lehrte. Die örtlichen Sozialdemokraten begrüßen die Initiativen des Verkehrsministers für technische Lösungen. (Foto: SPD Lehrte)
Lehrte: SPD-Bürgerbüro |

Am 22. Oktober 1843 war die Geburtsstunde des modernen Lehrte

LEHRTE (r/kl). Gut 30 Interessierte konnte SPD-Abteilungsvorsitzender Ekkehard Bock-Wegener jetzt zu Beginn des dritten "Lehrte-Abends zur Stadtgeschichte" im SPD-Bürgerbüro begrüßen.
Hans-Wilhelm Mölbitz, Mitglied des Redaktionsteams von "Lehrter Land & Leute", stellte an zahlreichen Beispielen die Entwicklung der Eisenbahnlinien, der Autobahn und der Bundesstraßen im Raum östlich von Lehrte und Burgdorf dar.
Unter anderem berichtete er über das wichtige Datum 22. Oktober 1843. An diesem Tag wurde der Teilabschnitt zwischen Hannover und Lehrte der Eisenbahnlinie Hannover-Braunschweig offiziell eingeweiht.
Damals hatte das Dorf Lehrte ganze 700 Einwohner. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung aufgrund der Eisenbahnlinie verfügte Lehrte 60 Jahre später schon über das zehnfache an Einwohnern. Diese rasante Entwicklung mündete 1898 in der Verleihung der Stadtrechte.
“Ohne die Eisenbahn hätte es keine Fabriken und somit keinen wirtschaftlichen Aufschwung gegeben. Ohne die Eisenbahn wäre Lehrte wohl eher ein Dorf geblieben,” so Hans-Wilhelm Mölbitz.
Aus der Sicht von SPD-Vorstandsmitglied André Tepper ist es nicht übertrieben, den 22. Oktober 1843 als “Geburtsstunde des modernen Lehrte” zu bezeichnen. “Am 22. Oktober 2018 jährt sich dieses Ereignis zum 175. Mal. In meiner Funktion als Beisitzer im Bau- und Verkehrsplanungsausschuss werde ich vorschlagen, dass Lehrte diesen 175. Geburtstag gebührend feiert,” so Tepper.
Stefan Wittke, Pressesprecher des Niedersächsischen Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, stellte anschließend die zahlreichen Maßnahmen des Ministeriums vor, welche die Situation auf der A 2 entschärfen sollen.
Unter anderem wird seit einiger Zeit je nach Situation einige Kilometer vor Beginn einer größeren Baustelle ein Tempolimit (60 km/h für Lastkraftwagen, Tempo 100 für Pkws) angeordnet. Darüber hinaus setzt sich Verkehrsminister Olaf Lies zum Beispiel für eine schnelle Ausrüstung der Fahrzeugflotten mit Fahrerassistenzsystemen, die Einführung von Abstandswarnern sowie eine Erhöhung der Bußgelder bei Abstandsverstößen von Lkw und eine Verfolgbarkeit der Verstöße auch im Ausland ein.
Die SPD Lehrte-Kernstadt begrüßt diese Maßnahmen sehr.