Lehrer, Eltern und Flüchtlinge streichen die Albert-Schweitzer-Schule in Lehrte

Auch sie unterstützen die Bildungseinrichtung: Flüchtlinge aus dem Irak helfen dem Förderverein der Albert-Schweitzer-Schule bei dessen Renovierungsaktion im Schulgebäude. (Foto: Walter Klinger)

Samstag (2. Juli 2016) zweiter Arbeitseinsatz an der Schlesischen Straße

LEHRTE (kl). Seit es den dortigen Förderverein gibt, ist seit sechs Jahren das gemeinsame Renovieren von Klassenräumen durch Lehrer und Eltern in der Albert-Schweitzer-Grundschule an der Schlesischen Straße bereits eine feste Schultradition. In diesem Jahr fällt, zum 60. Geburtstag der Schule, das Renovierungsgeschenk noch größer aus: Als dritte aktive Teilnehmergruppe beteiligen sich in mehreren Gemeinschaftsunterkünften in Lehrte untergebrachte Flüchtlinge aus dem Irak.
Jeweils acht Lehrer/innen (sie fahren später in die Ferien), acht Eltern und auch acht Flüchtlinge begannen das Verschönerungswerk am vergangenen Samstag. Zunächst wurden die drei Klassenräume gestrichen, in denen es die Schulanfänger/innen nach den Ferien schön haben sollen, danach kommen weitere Klassenräume im Wechsel an die Reihe.
Die irakischen Flüchtlinge, die Daoud Khalil vom Lehrter DRK beim "Montagscafé" im Rotkreuz-Zentrum zum Mitmachen ermunterte, sorgten dafür, dass Schulflure gestrichen wurden, "die schon seit 20 Jahren keine Farbe mehr gesehen haben", wie Schulleiterin Beate Forgber berichtet. Die es wissen muss, unterrichtet sie doch bereits mehr als drei Jahrzehnte in ihrer Schule.
Streichen dürfen die Flüchtlinge aus Versicherungsgründen allerdings nur bis in Kopfhöhe - soweit reichen Kinderhände (auch die aus Sprachlernklassen und -Gruppen) aber für gewöhnlich ja auch gar nicht, wenn sie sich an Flurwänden abstoßen . . .
Mit ihrem Einsatz wollen die Schulförderer die Zeiträume der Renovierungen beschleunigen, die Stadt als Schulträger stellt immerhin die Farbe. In die zweite Runde des fleißigen Maler-Werks geht es an diesem Samstag. Die Teilnehmer/innen werden wohl wieder von Beate Forgber selbst verpflegt, die zum Mittagessen am vergangenen Samstag in der Schulküche Frikadellen zu Salat rollte - für die Helfer aus dem Irak nicht aus Schweine- sondern mit Hühnchenfleisch zubereitet.