"KRH-Betriebsrat in Lehrte fehlt Legitimation und Durchblick"

Oliver Brandt (links, hier mit CDU-Abgeordneten im Klinikum Lehrte), CDU-Aufsichtsratsmitglied im Klinikum Region Hannover (KRH) und krankenhauspolitischer Sprecher der CDU-Regionsfraktion, sieht den vom Betriebsrat geforderten Neubau außerhalb von Lehrte äußerst kritisch. (Foto: Archiv/CDU Region Hannover)

. . . meint der CDU-krankenhauspolitischer Sprecher Oliver Brandt

LEHRTE/REGION (r/kl). Verwundert reagiert Oliver Brandt aus Burgdorf, CDU-Aufsichtsratsmitglied im Klinikum Region Hannover (KRH) und krankenhauspolitischer Sprecher der CDU-Regionsfraktion, auf den offenen Brief des Betriebsrates des Klinikum Lehrte. Der Betriebsrat fordert in einem Brief an die Aufsichtsratsmitglieder die Schließung des Lehrter und des Burgwedeler Krankenhauses und den Neubau an einem neutralen Ort.
Dazu Brandt: „Den Lehrter Betriebsratsmitgliedern fehlt für eine solche Forderung die Legitimation sowie der inhaltliche Durchblick! Dazu kommt, dass die Betriebsratsmitglieder leider die Interessen der Bevölkerung an einer guten Notfall- sowie Grund und Regelversorgung außer Acht lassen.“
Weder habe sich der Betriebsrat anscheinend mit den Kosten eines Krankenhausneubaus beschäftigt noch berücksichtige er Notfall- sowie die Grund- und Regelversorgung der Bevölkerung ansatzweise.
"Die Burgdorfer Bevölkerung ist zu einem Drittel nach Lehrte und zu zwei Dritteln nach Burgwedel ausgerichtet. Die Uetzer Bevölkerung nutzt zu zwei Drittel das Krankenhaus in Lehrte und zu einem Drittel das Krankenhaus in Burgwedel", bilanziert Brand. Dazu komme die Patientenorientierung aus der Wedemark, für welche die schnelle Erreichbarkeit des Burgwedeler Klinikums im Notfall überlebenswichtig ist.
Die Kosten eines neuen Krankenhauses bezifferten Experten nach heutigem Stand auf rund 280 Millionen Euro, welche die Region vorfinanzieren müsste aber nicht kann. Dazu komme die allgemeine Preissteigerung. Vom Land Niedersachsen sei maximal eine Kostenerstattung von 50 Prozent zu erwarten.
Der CDU-Abgeordnete Oliver Brandt setzt sich daher vehement für die Stärkung und den zukunftsorientierten Ausbau der Kliniken in Lehrte und in Burgwedel ein. "Die Bevölkerung muss in Zukunft auch weiterhin im Notfall gut, seriös und schnell medizinisch versorgt werden", so Brandt.