Konfirmanden und Jugendliche aus drei Gemeinden in Lehrte-Ost setzten Segel für die christliche Gemeinschaft

Mit christlicher Flagge auf Kurs: Das Segelschiff "Anna Trintje". (Foto: ISA Kirchen/Hinrich Renken)

Aus den Kirchengemeinden Arpke, Immensen und Sievershausen „on board“ in Holland

LEHRTE-OST (r/kl). In der ersten Ferienwoche ging es wieder los. Die Konfirmanden aus den Kirchengemeinden Arpke, Immensen und Sievershausen starteten zu ihrer gemeinsamen Segeltour auf dem holländischen Wattenmeer in Richtung Nordsee.
Erstmals konnten auf einem separaten Schiff auch Jugendliche aus den Gemeinden auf die Reise gebracht werden. Mit einem Schüler-Mentoren-Ausbildungs-Programm (SMAP on Board) wurden die Jugendlichen unter der Leitung der Diakonin Tamara Meyer-Goedereis während der Fahrt in einer ersten Stufe geschult, um zukünftig selbst einmal als Teamer Konfirmandenfahrten zu begleiten und betreuen.
Die beiden Schiffe der Konfirmanden standen unter der Leitung der Pastorinnen Anna Walpuski aus Arpke und Hanna Dallmeier aus Sievershausen. Nach gemeinsamer Anreise mit dem Bus segelten die Schiffe am ersten Tag von Enkhuizen bereits in Richtung Nordsee. Zielsicher kreuzten sie am zweiten Segeltag bei schönem Segelwetter dann bereits die beliebte Insel Terschelling im Wattenmeer an.
Nach dem Frühstück und klar-Schiff-machen starteten die Schiffe jeden Morgen von einem andern Hafen. Die Konfirmanden mussten als Team immer kräftig mit anpacken. Gemeinsam wurden morgens die Segel gesetzt. Während der Fahrt erfolgten zwischendurch immer wieder kleine Wendemanöver, insbesondere beim Kreuzen gegen den Wind. Kurz vor der Einfahrt in die Häfen holte die Mannschaft die Segel wieder ein und verpackten sie ordentlich.
Der tägliche Konfirmandenunterricht erfolgte je nach Wetterlage während der Fahrt oder am späten Nachmittag im Hafen. Die im Unterricht angesprochenen Themen Mannschaft, Leuchttürme, Wind, Wellen, Steuermann und Hafen hatten immer einen christlichen und auch praktischen Bezug zum Segeln.
Der Küchendienst sorgte mit Kochen und Abwasch für Essen und saubere Küche. Beim Schneiden der Zwiebeln floss auch mal eine Träne. Der Ordnungsdienst verhinderte mit dem täglichen Aufräumen und Kloputzen ein Chaos.
Besonders beliebt war der Dokumentationsdienst. Dieses Team schrieb jeweils ein Tagebucheintrag und bereitete die Abendandacht vor. Hierzu wurden Lieder, Texte und Gebete herausgesucht und geschrieben. Die Andacht bildete immer den Schlusspunkt der täglichen Segeltour.
Die 35 Konfirmanden und acht Betreuer erlebten eine wunderbare Woche an der Nordsee. Das Trockenfallen sowie eine Nacht auf See gehörten unter anderen zu den Höhepunkten der Reise.
Am letzten Abend feierten alle gemeinsam einen von den Konfirmanden gestalteten Gottesdienst in einer evangelischen Kirche in Medemblik. Anschließend klang im Hafen bei Gesang, Gesprächen und Getobe der Abend aus. Nach einem letzten Segeltörn im Sonnenschein am letzten Tag ging es dann mit der vorherigen üblichen Hektik beim Aufräumen wieder mit dem Bus zurück in die Heimat.
Vor einigen Jahren noch selbst als Konfirmand/in unterwegs, waren dieses Jahr auch wieder Teamer das erste Mal dabei. Sie lernten auf der Fahrt sehr viel hinzu.