Kernstadt-Feuerwehr Lehrte hält ihre Stärke

Ein beeindruckendes Bild: Die angetretenen 61 aktiven Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Lehrte und die 58 Mitglieder der Altersabteilung, die unterstützende Aufgaben übernehmen. Um ausreichend besetzt zu sein, müsste eigentlich aber noch eine Mannschaftsreihe dazu kommen ... (Foto: Walter Klinger)

... bräuchte aber eigentlich ein Drittel mehr Aktive

LEHRTE (r/kl). Mit sichtlicher Freude konnte Ortsbrandmeister Karl-Heinz Schlehuber bei der Jahresversammlung der Schwerpunktfeuerwehr Lehrte eine Zunahme in der Einsatzabteilung bilanzieren: "Der negative Trend ab 2009 konnte gestoppt werden. Mit den Übernahme aus der Jugendfeuerwehr heute Abend haben wir einen Personalstand von 61 Einsatzkräften. Wir sind damit über Jahre auf dem gleichen Level".
Betrachte man die Altersstruktur in der Einsatzabteilung, sei die Ortsfeuerwehr Lehrte mit einem Durchschnittsalter von rund 32 Jahren recht gut aufgestellt und keine Überalterung, dafür aber eine gesunde Durchmischung der Altersklassen festzustellen. Auch gäbe es noch ausreichenden Nachwuchs in den jüngeren Altersklassen.
Jedoch: "Diese Gesamtstärke der Einsatzabteilung ist für eine Schwerpunktfeuerwehr nicht ausreichend, wenn man berücksichtigt, dass Lehrte eine Pendlerstadt ist, fast alle Einsatzkräfte in einem Arbeitsverhältnis stehen und durch die zunehmende Belastung durch Kleineinsätze Arbeitgeber die Freistellung immer seltener ermöglichen.
Deshalb liegt der tatsächliche Bedarf liegt bei mindestens 90 Einsatzkräften. Ich kann und möchte mich an dieser Stelle auch gern wiederholen: Wir müssen dafür sorgen, dass für externe junge Leute Anreize geschaffen werden, um das ehrenamtliche Feuerwehrwesen zu erhalten. Will heißen, dass wir bessere Angebote bieten müssen, um andere Konkurrenten in der Kernstadt zu überwerben.
Was mich hinsichtlich der Landesinitiativen überrascht, dass konkrete Maßnahmen die Ortsfeuerwehr noch nicht erreicht haben. Hier stellt sich für mich die Frage, wann endlich konkrete Maßnahmen spürbar werden. Ich persönlich bin da sehr gespannt, was sich da entwickeln wird", so der Ortsbrandmeister.
Der auch dies für ein Alarmzeichen hält: Bis vor kurzem erhielt die Einsatzabteilung den Nachwuchs aus der Jugendfeuerwehr und durch Quereinsteiger. Aktuell wird die Einsatzabteilung jetzt aber aus der Jugendfeuerwehr und durch zugezogene Einsatzkräfte anderer Feuerwehren verstärkt. Quereinsteiger und damit spontanen und externen Nachwuchs gibt aus der Kernstadt nicht mehr. Um solche Verstärkung gelte es zu werben.