Keine Assewasser ins Bergwerk

Schwergewichtiger Protest: Bürgermeister Claus Jürgen Lehrke (von links) nimmt den Aktordner mit den 2000 Unterschriften gegen die Einleitung von Assewasser in das Bergwerk Friedrichshall aus den Händen von Cedric Bätje und Bernd Nieding entgegen.

Einstimmiger Beschluss des Sehnder Stadtrats / Bürger sammeln 2000 Unterschriften gegen das Projekt

SEHNDE (tob). In Sehnde ziehen alle an einem Strang – Politik und Bürger. Zumindest gilt dies, wenn es um die Einlagerung von Wasser aus der Schachtanlage Asse bei Wolfenbüttel in dem stillgelegten Bergwerk Friedrichshall geht. In seiner letzten Sitzung des vergangenen Jahres stimmten die Abgeordneten einstimmig für eine entsprechen – von der Gruppe SPD/Grüne eingebrachte – Resulotion. Außerdem übergaben Mitglieder der Bürgerinitiative "Assewasser – Nein Danke" einen dicken Aktenordner mit 2000 Unterschriften gegen das Vorhaben an Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke.
Allerdings: Das auf diesem Wege die Einlagerung von belastetem Assewasser in dem Bergwerk verhindert werden kann ist unwahrscheinlich, wie Lehrke in der Sitzung klarstellte. Auf seine Nachfrage, so der Bürgermeister, habe ihm das zuständige Landesbergbauamt erklärt, dass weder Sehnde noch Lehrte – die unterirdische Anlage reicht bis in das Gebiet der Nachbarstadt – an dem Genehmigungsverfahren beteiligt seien. Politiker und Bürger hoffen jetzt, dass der Bürgermeister seine guten Beziehungen zur Bergwerkseigentümerin K+S nutzen und das so das Unternehmen dazu bewegen kann, von dem Projekt zurückzutreten.
Nicht aufgeben wollen auch die Mitglieder der Bürgerinitiative. Sie kündigigten an, auch weiterhin fleißig Unterschriften gegen das Vorhaben sammeln zu wollen.