Kalmiablüte setzt das ganze Kolshorner Moor "in Flammen"

Obwohl die Witterungsverhältnisse gar nicht so günstig waren, setzt die Blütezeit der Kalmia angustifolia das Kolshorner Moor „in Flammen“. (Foto: Thorsten Luhm/privat)

Viele Wanderer erweisen den Moorrosen ihre Referenz . . .

LEHRTE/KOLSHORN (r/hhs). Ihre Blühten sind feuerrot, doch ihre Blätter sind giftig, auf jeden Fall für Schafe. Deswegen wird die Kalmia angustifolia, wie die Moorrose mit wissenschaftlichem Namen heißt, in ihrer kanadischen Heimat auch „sheepmurder“ genannt. Im Kolshorner Moor vor den Toren der Stadt Lehrte gilt sie als floristische Kostbarkeit und steht unter Naturschutz.
"Seit Anfang Juni sind Wanderer unterwegs, um der Kalmia im Kolshorner Moor ihre Reverenz zu erweisen.
Inzwischen wissen nur noch wenige, wo die Kalmia angustfolia im Verborgenen blüht, die wild wachsend im Kolshorner Moor zu finden ist. Europaweit gibt es nur noch im Altwarmbüchener- und im Oldhorster Moor wild wachsende Kalmia-Bestände. Kultivierungsmaßnahmen haben sie bis auf diese überschaubaren Areale zurückgedrängt.
Man sagt, dass es um 1834 Naturfreunde aus Hannover waren, die mit der Moorrose die Landschaft veredeln wollten. Hundert Jahre zuvor war die Moorrose, die auch Berglorbeer genannt wird, in englischen Königsgärten heimisch geworden, so auch im hannoverschen Herrenhausen.
Die Kalmia ist eine der ältesten Arten der Ericaceen (Heidegewächse) und sehr giftig. Zu ihren lateinischen Namen ,Kalmia angustifolia' kam die Pflanze durch den schwedischen Ritter Carl von Linne‘ aus Upsala in den Jahren um 1755, der die so genannte „binäre Nomenklatur“ zur einheitlichen Bestimmung aller Pflanzen und Tiere einführte. Sein Meisterschüler Per Kalm verlieh ihr einen Teil seines Namens", berichtet der Lehrter Kalmia-Freund Lothar Rolf Luhm.