Junge Lehrter bereit zur Knochenmarkspende

Für alle, die ich als Knochenmarkspender typisieren lassen, ist dies ganz einfach: Mund auf, Stäbchen rein! (Foto: Dana Noll)
Lehrte: Gymnasium Lehrte |

Ein Beitrag von Dana Noll: Gymnasiasten ließen sich typisieren - Spende überreicht

LEHRTE (dno). Alle 16 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs – eine Zahl, die offensichtlich auch die Schüler/innen des Gymnasiums Lehrte erschreckte. „Jeder von euch, ist in der Lage, ein Leben zu retten“, so Aktionsleiterin Shanthiya Theyagarajah.
Im Kurt-Hirschfeld-Forum informierte sie die Gymnasiasten der 5. bis 12. Klasse am vergangenen Mittwochvormittag über die Arbeit der Deutschen Knochenmarkspende, DKMS. Zustande gekommen war der Kontakt über die Schülersprecher/in, die es im Rahmen des SV-Faches für „eine gute Idee hielten und überlegten, wie sie dieses schwierige Thema den Schüler/innen näher bringen können.“
„Es ist toll, wenn man eine Möglichkeit hat zu helfen und etwas bewegen zu können“, so Lara Thomas aus der 10. Klasse. Auf dem Weihnachtskonzert im vergangenen Jahr wurden dann für diese Aktion Spenden gesammelt. 3.785 Euro kamen dabei für den guten Zweck zusammen!
Die stolze Summe wurde im Rahmen der Infoveranstaltung übergeben. Doch obwohl sich der Betrag minimiert hat, den es benötigt, um eine Registrierung durchzuführen, entstehen immer noch Kosten in Höhe von 40 Euro pro Vorgang. Daher wird jeder Cent gebraucht und die Freude auf Seiten der DKMS über das Engagement der Lehrter Schüler/innen und die erreichte Spendensumme war groß.
Arezu Djafari berichtete dann der Schülerschaft von ihren Erlebnissen als Spenderin. Sie bezeichnete es als „großes Glück, geholfen zu haben.“ Denn es nicht selbstverständlich, helfen zu können. Die Wahrscheinlichkeit einen „genetischer Zwilling“ zu finden, ist sehr gering. Obwohl 28 Millionen Menschen weltweit, davon etwa sechs Millionen in Deutschland, registriert sind, findet noch jeder siebte Erkrankte keine/n passenden Spender/in.
Nach einem ausführlichen Überblick zum Ablauf der Registrierung als auch der Knochenmarkspende hatten die Schüler/innen dann die Möglichkeit sich registrieren zu lassen. Von den etwa 200 Gymnasiasten entschieden sich 65 Jugendliche für eine Registrierung – ein großartiges Ergebnis, denn eine Registrierung ist erst ab 17 Jahren möglich, eine Spende sogar erst bei Volljährigkeit.
„Ich finde es toll, helfen zu können, Hoffnung zu geben und ein Leben zu retten. Und, es tut nicht einmal weh“, so Simon Hoppe aus der 12. Klasse.