Integrierte Gesamtschule Sehnde am Riedweg in Hämelerwald platzt schon längst aus allen Nähten

Interkulturell: Die AG Orientalischer Tanz beweist auf der Bühne ihr Können. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Lehrte: IGS Lehrte/Schule am Ried Hämelerwald |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Ansturm beim "Tag der offenen Tür" - Neuer fünfter Jahrgang voraussichtlich fünfzügig

LEHRTE/HÄMELERWALD (hdb). In der Mensa müssen die Schüler schichtweise essen, der aktuelle fünfte Jahrgang wird in Containern unterrichtet: Die Integrierte Gesamtschule (IGS) platzt schon jetzt aus allen Nähten. Im nächsten Schuljahr dürfte die Schülerzahl weiter deutlich steigern - nimmt man den Andrang beim Tag der offenen Tür zum Maßstab.
Aktuell wird Lehrtes Schullandschaft von der Diskussion um eine weitere Oberstufe beherrscht. Auf die setzt auch optimistisch der IGS-Schulleiter Bernhard Mellenthin. Dann, so rechnete er bei einem Rundgang durch das weit verzweigte Schulgebäude vor, dürfte die Gesamtzahl aller Schülerinnen und Schüler von derzeit 530 Kinder im derzeit fünften bis achten Jahrgang auf etwa 1000 Lernende ansteigen. Mellenthin geht kurzfristig davon aus, dass der nächste fünfte Jahrgang nach den Sommerferien fünfzügig beginnen wird.
Beim jüngsten Tag der offenen Tür präsentierte sich die Gesamtschule naturgemäß von ihrer besten Seite. In (fast) allen Klassenräumen und Fachunterrichtsräumen, im Forum, auf der Bühne und selbst auf dem Vorplatz herrschte ein unerschöpfliches Angebot an Ausstellungen, Unterrichtsbeispielen, Workshops und Kostproben der vielen Arbeitsgemeinschaften - mehr als 50 Informationsstationen nannte der gedruckte Fahrplan, den Lotsen an die ununterbrochen hereinströmenden Besucher verteilten.
Sechstklässler nutzten die Gelegenheit zu Umfragen unter den kleinen und großen Gästen über deren Meinung zur Gesamtschule und Absichten, diese auch zu besuchen. Der achte Jahrgang wiederum schoss Fotos von den vielen Aktivitäten und fasste Beobachtungen zu Berichten zusammen. Schuldirektor Mellenthin führte derweil eine Gruppe von Kommunalpolitikern durch das Schulgebäude.
Dabei erläuterte er ihnen Vor- und Nachteile der Container-Siedlung, in der vier fünfte Klassen unterrichtet werden (müssen). Ein fünfter Container beherbergt die Freizeitpädagogik. „Ist doch ganz nett“, fasste eine Mutter nach einem Blick in einen Container-Klassenraum ihren Eindruck gegenüber ihrer Tochter zusammen.