In der „Schatztruhe“ Lehrte haben acht Kinder Platz

Zum Geburtstag am „Katzentisch“: Es gratulieren (von rechts) Nicole Paetz, Hermann Hoffmann und Markus Lechelt der „Schatztruhe“ und ihren Leiterinnen Natalie Ems Rojas und Ina Rübensaat. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Private Einrichtung feiert ihren ersten Geburtstag

LEHRTE (hdb). So richtig wussten die sieben „Geburtstagskinder“ nicht, wie ihnen geschah. Hoher Besuch hatte auf den für Erwachsene viel zu niedrigen Stühlen Platz genommen, um mit den Ein- bis Dreijährigen zu frühstücken: Die Krippe „Schatztruhe mit ihren Leiterinnen Ina Rübensaat und Natalie Ems Rojas hat ihren ersten Geburtstag gefeiert.
Im Lichtenbergsweg in Lehrte-Süd haben die beiden ausgebildeten Tagesmütter - im exakten Beamtendeutsch „Tagespflegepersonen“ genannt - vor zwölf Monaten im Elternhaus von Ina Rübensaat die „Großtagespflegestelle“ eingerichtet. Der Start mit damals drei Kindern ist inzwischen auf eine Vollbelegung mit acht Kleinkindern angewachsen. Die enge Zusammenarbeit mit Nicole Paetz vom städtischen Familien-Service-Büro hat sich längst bewährt.
So war es auch nahezu selbstverständlich, dass die Kommune zur Feier des Tages mit starkem Aufgebot antrat. Es gratulierten außer Paetz auch der stellvertretende Bürgermeister Hermann Hoffmann und Markus Lechelt als Leiter der Kita-Verwaltung. Hoffmann betonte, dass die Stadt froh sei, wenn das kommunale und kirchliche Angebot durch private Initiativen - außer der „Schatztruhe“ gibt es noch die „Kleinen Frechdachse“ - ergänzt werde.
„Vom Gesetz her sind wir damit hinsichtlich des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz gut aufgestellt“, meinte Hoffman Gleichzeitig verwies er auf baureife Pläne für Krippen in Ahlten und Immensen. Nicole Paetz berichtete, dass sie in ihrer Abteilung eine Kartei mit mehr als 50 ausgebildeten Tagesmüttern verwalte. Rund 45 von ihnen seien aktiv im Einsatz. Mit Blick auf den ab 1. August 2013 wirksam werdenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für alle Kinder bis zum schulfähigen Alter machte Lechelt auf die Problematik der Kita-Verwaltung aufmerksam: „Wir kennen den genauen Bedarf nicht. Wir kalkulieren daher in der Bedarfsplanung mit 50 bis 60 Prozent der Ein- bis Zweijährigen.“
Wer sich für einen Platz in der „Schatztruhe“ interessiert, kann mit der Einrichtung Kontakt aufnehmen unter ina.ruebensaat@web.de.