IGS wieder ganz in Hämelerwald würde Lehrte auch finanziell gut tun

Fast sah es so aus, als würde das Thema IGS auf dem Festwagen schon zur Wahlempfehlung - tatsächlich aber mokierte sich die Junggesellschaft (JGS) nur über die Meinung des MARKTSPIEGELS, dass ihre Damen (die PinaCoLadys) ihnen im Festgeschehen ganz schön Konnkurrenz machen würden . . . (Foto: Walter Klinger)
Lehrte: IGS Lehrte/Schule am Ried Hämelerwald |

Ortsbürgermeister: Verlegung angesicht der Haushaltssperre überdenken

HÄMELERWALD (r/kl). Geht es um den Besuch von Bürgermeistern der Stadt Lehrte, zeigen sich die Hämelerwald traditionell etwas spröde, wollten sie bei der Gebietsreform doch nach Peine (haben aber natürlich längst eingesehen, dass Lehrte der bessere Partner ist). Aber jede Serie reißt einmal, und so erhielt vor der Rekordkulisse von 160 Teilnehmern am Festessen Bürgermeister Klaus Sidortschuk überaus herzlichen Beifall - hatte sich mit Reimen zum Thema Lob und Tadel dafür aber auch mächtig ins Zeug legen müssen . . .
Etwas kokettierend mit der Hämelerwalder Kritikfreudigkeit gegenüber Lehrte, merke Sidortschuk an, zum Besten des Ortes agiere die Stadt im Westen und forderte augenzwinkernd den Ortsbürgermeister auf, ein Lied voll des Lobes zu singen.
Gesungen hat Dirk Werner dann nicht, aber er stellte bei seiner Rede zum Fest tatsächlich Lob voran: Die Sanierung der Dianastraße und des Hühnerbruchs sei sehr schön geworden, auch wenn sie wegen des schlechten Untergrundes ungewollt bis in den Winter gedauert habe. Wenn nun noch die geplanten Bäume im Herbst gesetzt würden, sei alles perfekt. "Vielen Dank nochmal an die Planer, welche die
Bedürfnisse der Anlieger alle mit einfließen ließen", so Werner.
Für die Erweiterung der P + R Anlage am Bahnhof seien die Planungen abgeschlossen, die Baugenehmigung sei endlich auch erteilt und nachdem die Ausschreibung erfolgt ist, werde hier in Kürze begonnen, geplant sei Anfang August.
"Ich weiß, dass es nicht nur Befürworter für diese Maßnahme gibt. Trotzdem ist sie für Hämelerwald sehr wichtig, damit der Parkdruck in den Nebenstraßen des Bahnhofs gemildert wird und die Anwohner entlastet werden", so Werner.
Die bereits im letzten Jahr angekündigte Erweiterung der
städtischen Kita in Hämelerwald um eine Krippe mit 15 Plätzen ist
ebenfalls auf dem besten Weg, im November fertig zu werden. Der Ortsbürgermeister dankte auch dem Telefonieanbieter htp, dass nach dem VDSL-Ausbau die Hämelerwalder nun mit bis zu 100 Mbit/s im weltweiten Netz
unterwegs sein könnten. "Damit ist auch unser Ort mit dem schnellen
Internet ausrüstet und zukunftsfähig gemacht, was nicht zuletzt den
ortsansässigen Gewerbetreibenden zu Gute kommt und
Hämelerwald einen weiteren wichtigen Standortvorteil verschafft", so Werner.
Dann aber kam harte Kritik zur Ausdünnung der IGS in Hämelerwald: "Es macht nun ja durchaus noch Sinn, die Planungen mit der Verlegung der IGS als Hauptstandort nach Lehrte Stadt und einer Nebenstelle in Hämelerwald vor dem Hintergrund der Steuerausfälle und der Haushaltssperre und der geänderten Lage
noch einmal zu überdenken", forderte der Ortsbürgermeister.
Die teuren Neubauten in Lehrte würden nicht notwendig, eine Mensa wäre ebenfalls nicht erforderlich, einzig die Erweiterung des Standortes Hämelerwald um die Oberstufe wäre mit einer Baumaßnahme verknüpft, die aber längst nicht die Dimensionen erreichen würde, wie die Abrisse und Neuaufbauten im Schulzentrum Südstraße. Die Gebäude in der Südstraße wären bestimmt auch geeignet den wachsenden Raumbedarf für das Gymnasium Lehrte zu decken und das ohne die immensen Kosten für Neubauten.