Hundertprozentige Zustimmung zur Volksbank-Fusion Lehrte - Pattensen - Hildesheim

Weiße Stimmkarten, so weit das Auge reicht: Einstimmig votierte die Lehrter Vertreterversammlung für die Verschmelzung mit Hildesheim. (Foto: Susanna Veenhuis)
 
Heinrich-Henning Wildhagen, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Lehrte-Pattensen, stellte den neuen „Teilha-Bär“ vor als Sinnbild des Genossenschafts-Gedankens vor. (Foto: Susanna Veenhuis)

Ein Beitrag von Susanna Veenhuis - Trotz Niedrigzins sehr positives Jahresergebnis der Voba Lehrte eG

LEHRTE/SEHNDE (sv). Mit einem überwältigenden Votum von hundert Prozent stimmte die Vertreterversammlung der Fusion der Volksbank Lehrte-Springe-Pattensen-Ronnenberg mit der Volksbank Hildesheim zu. „Es zeigte sich, dass dieses Konzept zukunftsfähig ist. Wir haben den richtigen Zeitpunkt für eine Fusion zweier gesunder Banken gefunden“, sagte der Vorstandsvorsitzende Henning Deneke-Jöhrens.
Die Vertreterversammlung im Kurt-Hirschfeld-Forum war von Einmütigkeit geprägt: Einstimmig nickten die 162 Vertreter/innen der Jahresabschluss 2014 und auch die vorgesehene Gewinnverwendung ab, entlasteten den Vorstand und wählten den neuen Aufsichtsrat und Vorstand für die neue „Volksbank Hildesheim – Lehrte – Pattensen“. Sitz des Instituts soll Hildesheim sein, wo zukünftig auch die Vertreterversammlungen stattfinden werden.
Turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden waren Wilfried Meyer aus Ahlten und der Lehrter Christian Bödecker, auch sie wurden einstimmig wiedergewählt. Die neuen Vorstandsvorsitzenden werden der Lehrter Henning Deneke-Jöhrens und für Hildesheim Michael Siegers sein; weiterhin werden Jürgen Böhnke und Reiner Lockhausen dem Vorstand angehören.
Den Mitarbeiter/innen droht bis Ende 2018 vorerst keine betriebsbedingte Kündigung, ein Ausgleichs- und Sozialplan wurde mit den Betriebsräten beider Banken vereinbart. Über insgesamt 51 Standorte mit rund 470 Mitarbeitern wird die neue Volksbank verfügen. „Groß genug, um sich das Kleine leisten zu können“, erklärte Deneke-Jöhrens.
Trotz lang anhaltender Niedrigzinsphase war 2014 für die Volksbank Lehrte-Pattensen ein gutes Jahr. So erhöhte sich die Bilanzsumme auf 1,35 Milliarden Euro, wie Deneke-Jöhrens im Jahresergebnis angab. Dank weiterer Kursanstiege an den Finanzmärkten und positiver Entwicklung der Kundeneinlagen erreichte das Kundenwertvolumen mit einer Steigerung um 69 Millionen Euro auf fast 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2014 einen neuen Höchststand.
Allerdings hatte er für Sparer vor dem Hintergrund der staatlichen Niedrigzins-Politik keine guten Nachrichten und schilderte ein Beispiel: So dauerte es in den 1990er-Jahren etwa zwöf Jahre bis zur Verdoppelung des Kapitals in einer Rentenanlage. Aktuell seien es 120 Jahre.
„Freuen Sie sich auf die Dividende“, sagte Heinrich-Henning Wildhagen, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Lehrte-Pattensen. Mit acht Prozent Ausschüttung aus dem bereinigten Bilanzgewinn von 3.346 000 Euro können die Anteilseigner rechnen.
Auch diese Fusion wurde von langer Hand vorbereitet, die Anteilseigner bereits bei der vorjährigen Vertreterversammlung sowie bei Informationsveranstaltungen darüber informiert, führte Deneke-Jöhrens aus. Der Kooperationsvertrag war nach gründlichen Beratungen von Aufsichtsräten und Vorständen beider Banken einstimmig verabschiedet und und am 26. März dieses Jahres unterzeichnet worden.
Michael Bockelmann, Präsident des Genossenschaftsverbands, gratulierte den Beteiligten: „Aus zwei großen Volksbanken muss jetzt eine Einheit werden. Ich bin mir sicher, dass diese starke Einheit sich weiterentwickeln und auch noch in 50 Jahren den Genossenschaftsgedanken erfüllen wird!“