Hegeringleiter für Lehrte und Sehnde: Aktives Vorbeugen der Jäger gegen Übertragung der Afrikanischen Schweinepest

In Sorge um die vergrößerte Wildschweinpopulation, aber auch um den Rückgang des Niederwildes: Der erweiterte Hegering-Vorstand mit Schriftführer Christian van der Haar (v.l.), der musikalischen Leiterin des Jagdhornbläserkorps Maike Unger, dem Obmann für Öffentlichkeit Ulf Schärling, Schatzmeister Martin Bartels, Hundeobfrau Ulla Frank, Hegeringleiter Hartmut Scholz, dem stellvertretenden Hegeringleiter Jürgen Kollecker und Schießobmann Achim Warneke. (Foto: Hegering DGF)

Hartmut Scholz: "Wildschweine sind nach wie vor auf dem Vormarsch!"

LEHRTE/SEHNDE (r/kl). Die Wildschweinbejagung ist auch im Bereich Lehrte und Sehnde ein aktuelles Thema. Hartmut Scholz, Leiter des Hegeringes "Das Große Freie" (DGF), berichtete bei dessen Jahreshauptversammlung vor mehr als 100 heimischen Jäger/innen, dass die Wildschweine weiter auf dem Vormarsch sind - und die Afrikanische Schweinepest übertragen können. Denn Jägern komme hier eine Schutzfunktion zu.
Zum Einen nähmen die Bestände stetig zu und der durch Sauen verursachte Schaden in der Landwirtschaft werde immer größer, zum Anderen könne die Afrikanische Schweinepest, die bereits in Polen festgestellt wurde, über Wildschweine auf Hausschweine übertragen werden.
Die afrikanische Schweinepest ist eine nicht auf den Menschen übertragbare, aber für Schweine überwiegend tödlich verlaufende Virenerkrankung. Beim Ausbruch der Seuche in einem Schweinehaltungsbetrieb würde der gesamte Bestand getötet.
Eine intensive Bejagung der Schwarzkittel könne das Risiko von Erkrankungen und Übertragungen minimieren.
Die Jagdpächter sollten insbesondere bei verendeten oder verunfallten Wildschweinen Blutproben entnehmen und an das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) schicken, um frühzeitig eventuelle Infektionen feststellen zu können.
Hegeringleiter Scholz ehrte bei der Versammlung in der Gaststätte "Zur Linde" in Bilm zahlreiche Anwesende für langjährige Mitgliedschaft. So für 20 Jahre Engagement Rosita Schottmann vom Jagdhornbläserkorps, das die Veranstaltung musikalisch begleitete.
In seinem Bericht über jagdliche Themen ging Hartmut Scholz auf geplante Änderungen im Jagdrecht ein. So soll der Bleianteil in jagdlicher Munition auf ein Mindestmaß reduziert werden und Jäger werden in Zukunft verpflichtet einen Schießnachweis vorzuweisen.
Der Rehwildbestand im Bereich des Hegeringes sei weiterhin als gut und gesund zu betrachten. Sorgen machten nach wie vor die Populationen von Hasen und Fasanen. Neben strukturellen Veränderungen der Lebensräume mache diesen Niederwildarten das verstärkte Vorkommen von Raubwild, wie Füchse, Marder, Waschbären, Marderhunde und Dachsen zu schaffen.
Nachdem die Obleute für Schießwesen, Jagdhunde, Jagdhornbläser und Öffentlichkeitsarbeit ihre Berichte über die Aktivitäten der letzten zwölf Monate abgegeben hatten, wurde der Schatzmeister des 297 Mitglieder zählenden Hegeringes und der Vorstand entlastet.
Am 10. Juli wird der Hegering wieder auf dem Vorwerk Neuloh in Rethmar eine Ferienpassaktion für Kinder aus Lehrte und Sehnde anbieten. Nachdem Hegeringleiter Scholz die Veranstaltung beendete, begutachteten die anwesenden Jäger noch ausgiebig die ausgestellten Trophäen und nutzten die Gelegenheit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Hier und da hörte man auch ein wenig Jägerlatein . . .