Hans-Heinrich Stahlhut wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Niedersachsens Heimatbund-Präsident Heinz-Siegfried Strelow (links) hat Hans-Heinrich Stahlhut zum Arpker Ehrenvorsitzenden vorgeschlagen. (Foto: Horst-Dieter Brand)
 
Neuer Vorsitzender der Arpker Ortsgruppe des Heimatbundes ist der bisherige Schriftführer Eberhard Kötteritzsch. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Heimatbund ehrt 80-Jährigen für mehr als vier Jahrzehnte Vorstandsarbeit

ARPKE (hdb). Mehr als vier Jahrzehnte hat Hans-Heinrich Stahlhut als Vorsitzender die Geschicke des Heimatbundes Arpke maßgeblich bestimmt. Bei der jüngsten Jahresversammlung hat der 80-Jährige nicht erneut kandidiert, wurde aber von den etwa 20 Mitgliedern zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Im Mai wartet auf Stahlhut eine noch höhere Auszeichnung.
Mit Stahlhuts Rücktritt ist eine Ära bei der Heimatbund-Ortsgruppe Arpke zu Ende gegangen. Er zählte 1965 nicht nur zu den Gründungsmitgliedern, sondern wurde 1971 erstmals an die Spitze der Heimatfreunde gewählt. Mit seinem langjährigen verdienstvollen, ehrenamtlichen Wirken häuften sich auch die Auszeichnungen: 1987 erhielt er die silberne Ehrennadel des Heimatbundes Niedersachsen (HBN) 1994 das Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens. Das HBV-Präsidium hat jüngste beschlossen, Stahlhut bei der Hauptversammlung am 10. Mai in Rethmar auch noch die Goldene Ehrennadel „für sein heimatkundliches Lebenswerk zu verleihen, wie HBN-Präsident Heinz-Siegfried Strelow am Rand der Arpker Jahresversammlung verriet.
Strelow war es auch, der die gewaltige Zeitspanne verdeutlichte, in der Stahlhut die Geschicke im Arpker Heimatbund leitete. „In dem Jahr, als er die Führung übernahm, wurde ich geboren“, verriet Niedersachsens oberster Heimatbündler. Er kündigte für die HBV-Versammlung in Rehtmar einen sehr prominenten Gastredner an.
Hans-Heinrich Stahlhut absolvierte seinen Abschied kurz und schmerzlos. „Ich bin in den über 40 Jahren nicht einmal laut geworden“, fasste er die stets harmonische Vorstandsarbeit zusammen. „Stahlhut bedankt sich“, gab er ohne Umschweife dem Ortsbürgermeister Klaus Schulz für dessen Dankesworte im Auftrag des Ortsratesmit auf den Weg. – und ließ noch „eine Schnurre“ einfließen: Stets hätten im Laufe der Jahrzehnte die jeweils neuen Pastoren, zu denen sich sein Ruf herumgesprochen schnell hatte, gefragt: „Wer ist denn dieser Stahlhut?“
„Dieser Stahlhut“ hat beispielsweise alle Liturgien für die beliebten plattdeutschen Gottesdienste übersetzt, die Schule, den Musikverein und die Kirchengemeinde mit heimatkundlichem Wissen vertraut gemacht und die Weichen für ein eigenes Domizil der Heimatgruppe an der Teichstraße gestellt, die 1998 eingeweiht und dort auch das Dorfarchiv untergebracht werden konnte. Dort ist seitdem auch Platz für gepflegte Geselligkeit wie beim Kaffeenachmittag an jedem zweiten Donnerstag im Monat, das Ostereier-Essen und das traditionelle Schlachtefest im Herbst.
Stahlhuts Nachfolger und bisheriger Schriftführer Eberhard Kötteritzsch, einstimmig von den Mitgliedern für die nächsten vier Jahre gewählt, will diese bewährten Veranstaltungen fortsetzen. „Wir wollen noch ein paar Jahre durchhalten“, machte er allerdings auf das Nachwuchsproblem aufmerksam. Der ehemalige Bauökonom aus Zeitz ist immerhin auch schon 74 Jahre, und die Mitgliederzahl ist zuletzt auf 86 geschrumpft – 2006 waren es noch 134 Mitglieder. Stahlhut wird seine Erfahrung weiterhin als Schriftführer einbringen, die Kasse verwaltet wie bisher Volker Grube. Die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden konnte nicht besetzt werden.