Gut geschützt auf Reisen: Donnerstag Lesertelefon mit Experten

Kann zur Hepatitis als "Souvenir" führen - der Urlaub am Mittelmeer ohne den richtigen Impfschutz. (Foto: Fotolia com)

Welche Impfungen brauche ich für meinen Urlaub?

LEHRTE/SEHNDE (r/kl). Ein Muschelessen, ein Eisgetränk, ein Händedruck: Im Urlaub kann man sich schnell eine Hepatitis A einfangen. Ein Infektionsrisiko besteht jedoch nicht nur auf Fernreisen, sondern auch in Osteuropa und dem gesamten Mittelmeerraum. Und die Viren reisen mit zurück nach Hause: Mehr als jede zweite Hepatitis-A-Infektion, die nach Deutschland eingeschleppt wird, stammt aus einem Mittelmeerland. Zusammen mit der Hepatitis B zählt die Hepatitis A zu den häufigsten Krankheiten unter Reisenden, vor denen eine Impfung schützen kann. Je nach Reiseland, Reisedauer und Art der geplanten Aktivitäten können weitere Impfungen wichtig sein.
Anlässlich der Europäischen Impfwoche beantworten am Donnerstag, 25. April, von 10.00 bis 17.00 Uhr namhafte Experten an unserem kostenfreien Lesertelefon (0800) 0 60 4000 alle Fragen zum Thema "Impfschutz für den Urlaub – und was Sie sonst noch für eine gesunde Rückkehr tun können":
Ansteckungswege kennen . . .
Um sich auf Reisen mit Hepatitis A zu infizieren, brauchen Urlauber kein riskantes Verhalten an den Tag zu legen: Der Verzehr verunreinigter Nahrungsmittel oder Getränke ist die häufigste Ansteckungsquelle. Wegen der langen Inkubationszeit bricht die Krankheit häufig erst nach der Rückkehr aus – so kommt es auch in Deutschland immer wieder zu kleineren Ausbrüchen.
Für das Jahr 2011 wurden mehr als 800 akute Fälle an das Robert Koch-Institut übermittelt. Die Hepatitis B hingegen wird bei ungeschütztem Sex oder über kleinste Mengen Blut übertragen: Der Besuch im Nagelstudio oder zum Beispiel beim türkischen Barbier kann schon ein Risiko bedeuten!
. . . und bei Bedarf impfen
Hepatitis-Viren verursachen eine Entzündung der Leber. Die Hepatitis A ist eine akute Form, die in der Regel vollständig ausheilt. Im Gegensatz zur Hepatitis B: Bei etwa jedem zehnten Hepatitis-B-Infizierten wird die Krankheit chronisch. Dann kann es Jahre nach der Ansteckung zu einer Leberschrumpfung, der sogenannten Zirrhose, oder Leberkrebs kommen.
Die Impfung gegen Hepatitis A empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) allen Reisenden in Gegenden mit einem mittleren bis hohen Ansteckungsrisiko. Dazu zählen neben Fernzielen auch Osteuropa sowie alle Mittelmeerländer. Die Impfung gegen Hepatitis B ist hierzulande seit 1995 generell für alle Säuglinge, Kinder und Jugendliche empfohlen. Für Reisende in gefährdete Länder und mit engem Kontakt zur Bevölkerung gilt ebenfalls eine Impfempfehlung.
Beratung und Impfpass ohne Lücken
Ob noch weitere Impfungen oder Maßnahmen sinnvoll sind, kann das Gespräch mit einem Reisemediziner klären. So empfiehlt die STIKO bei bestimmten Auslandsreisen eine Meningokokken-Schutzimpfung, die vor lebensbedrohlichen Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen schützen kann. Je nach Reiseziel und -zeit kann auch eine Malariaprophylaxe sinnvoll sein. Und vorhandene Lücken im Impfpass sollten vor einer Reise in jedem Fall geschlossen werden: Versichern Sie sich, dass Ihr Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio und Masern komplett ist.
Kostenfreier Expertenrat am Telefon
Muss ich mein Kind vor unserer Türkeireise unbedingt gegen Hepatitis A impfen lassen? Ich habe gelesen, dass kleine Kinder häufig symptomfrei erkranken und so auf natürlichem Wege einen lebenslangen Infektionsschutz erwerben... Kann ich mich auch gegen Hepatitis C, D und E impfen lassen? In welchen Ländern kommt Polio überhaupt noch vor? Ist eine Malariaprophylaxe auch bei Kindern möglich? Welche Maßnahmen kann ich sonst noch ergreifen, um mich im Urlaub vor ernsten Erkrankungen zu schützen? Wie finde ich einen Reisemediziner?
Diese und alle weiteren Fragen zum Thema „Reiseimpfungen“ beantworten Ihnen die Experten an unserem Lesertelefon – wie immer vertraulich, kostenfrei und mit Sachverstand:
- Prof. Dr. med. Thomas Küpper; Facharzt für Sport- und Arbeitsmedizin, Zusatzqualifikation für reisemedizinische Gesundheitsberatung (DFR) und Mountain Medicine (UIAA); Notfallmedizin, Universitätsklinikum Aachen,
- PD Dr. med. Karl-Heinz Herbinger; Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin, Ludwig-Maximilians Universität München,
- Dr. med. Albrecht von Schrader-Beielstein; Allgemeinarzt und Arzt für Naturheilverfahren, Praxis für Reise- und Tropenmedizin, Wörthsee bei München,
- Dr. med. Burkhard Rieke; Niedergelassener Facharzt für Innere Medizin, Tropenmedizin, Infektiologie und Reisemedizin, 1. Stv. Vorsitzender der Deutschen Fachgesellschaft Reisemedizin, Gelbfieberimpfstelle des Landes NRW, Düsseldorf.
Rufen Sie an - am Donnerstag, 25. April, von 10.00 bis 17.00 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer (0800) 0 60 4000.