Grüne: "Bisherige Variante 4 für Lehrte nicht zukunftsfähig"

Die Neuausrichtung des Klinikums Lehrte muss noch mehr innovative Lösungen umfassen, als vom Betreiber KRH bisher angedacht, sind sich Die Grünen-Politiker Doris Klawunde (v.l.) und Ronald Schütz nach dem Besuch des Klinikums Bielefeld und seines Chefarztes Dr. med. Dr. Schmidt-Barzynski einig. (Foto: Ratsfraktion Grüne Lehrte)

Innovative wirtschaftliche Altersmedizin wird gefordert

LEHRTE (r/kl). „Die bisherige Variante 4 für die Regionskrankenhäuser Burgwedel und Lehrte spiegelt insbesondere für den Standort Lehrte mit einer in dieser Variante lediglich vorgesehenen Abteilung für Geriatrie und innerer Medizin nicht die Anforderungen an ein modernes Medizinverständnis wider“ so Doris Klawunde, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN in der Regionsversammlung und Ratsfrau in Lehrte, nach einem ausführlichen Informationsbesuch im Klinikum Bielefeld.
Das Klinikum Bielefeld habe unter der Leitung des Chefarztes Dr. Schmidt-Barzynski ein bundesweit einmaliges Konzept im Bereich der Traumatologie und Altersmedizin verwirklicht, berichtet Klawunde.
„Die dort umgesetzte Komplexbehandlung und das damit einhergehende integrierte Versorgungskonzept von Patientinnen und Patienten ist für alle Seiten eine win-win-Situation“, so Ronald Schütz, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat der Stadt Lehrte nach dem Gespräch mit der Geschäftsführung des Klinikums.
Klawunde und Schütz hätten sich davon überzeugen können, dass der in Bielefeld entwickelte interdisziplinäre Ansatz zu einer Verbesserung der Erlössituation im dortigen Klinikum geführt habe und die Patienten schneller und auch direkt wieder in ihre häusliche Situation entlassen werden konnten, ohne eine langwierige Rehabilitation an einem anderen Ort.
„In Bielefeld ist eine wirtschaftliche Altersmedizin in Spitzenqualität aufgebaut worden Das innovative Konzept reagiert damit auf die demografischen Erfordernisse und medizinischen Konsequenzen einer alternden Gesellschaft“, fasst Ronal Schütz zusammen.
Die CDU in Lehrte hingegen habe sich mit ihrer flotten Forderungen nach dem einfachen Erhalt zweier Kliniken mit dem gleichen Profil innerhalb eines 25 km Radius im schlechtesten Sinne konservativ aufgestellt. Mit dem Ansatz „Alles bleibt so wie es ist“ betreibe sie ein böses Spiel ohne zu belegen, wie so etwas finanziell und medizinisch darstellbar ist.
„Wir Grünen hingegen fordern eine moderne medizinische Versorgung für den Nord-Osten der Region Hannover, der, wie das Beispiel Bielefeld zeigt, gelingen kann“, ist sich Doris Klawunde sicher. Der Einsatz für den Erhalt der Klinik in Lehrte mit neuen, zukunftsweisenden Aufgabenfeldern werde sich für Lehrte und die Patientinnen und Patienten lohnen, betont auch Ronald Schütz abschließend.