Großes Interesse am RegioBus-Mobilitätstraining in Lehrte

Dieter Kleimann von der Verkehrswacht Region Hannover führte die Besucher/innen über den Rollator-Parcours. (Foto: Dana Noll)

Ein Beitrag von Dana Noll - E-Scooter im Fokus des Informations- und Aktionsnachmittages

LEHRTE (dno). Jedes Jahr veranstaltet die Regio-Bus Hannover GmbH an fünf wechselnden Standorten in der Region ein Mobilitätstraining. Bereits 2015 gab es in Lehrte eine solche Veranstaltung, zu der nun erneut eingeladen wurde.
Unterstützung gab es vom Sanitätshaus Lehrte sowie dem Ortsverbänden Lehrte und dem Kreisverband Burgdorf im Sozialverband Deutschland (SoVD). Auch diesmal war das Interesse an der kostenfreien Praxisschulung groß!
„Das Training richtet sich an Personen mit Rollatoren, an Sehbehinderte, an Rollstuhlfahrer oder an Menschen, die sich einfach nicht trauen mit dem Linienbus zu fahren. Wir führen dieses Training bereits seit 2011 durch und konnten schon über 400 Teilnehmer/innen erreichen. Unsere Besucherzahlen sind konstant“, so Gesa Asche von der Unternehmenskommunikation Regio-Bus Hannover GmbH.
Bei diesem kostenfreien Mobilitätstraining konnten Menschen mit verschiedenen Gehhilfen das Ein- und Aussteigen sowie das standfeste Unterbringen ihres Hilfsgerätes im Bus erlernen und trainieren. Dazu standen zwei normale Linienbusse zur Verfügung, an denen an der hinteren Tür jeweils eine Rampe für Rollstuhlfahrer heraus geklappt wurde.
„Wer im Alter mobil bleibt, kann aktiv am Geschehen teilnehmen und hat somit eine höhere Lebensqualität“, erklärt ein Besucher. Allerdings gilt es, dafür einige Hürden zu meistern, denn der Umgang mit Rollator, E-Mobile oder Gehhilfen ist erst einmal ungewohnt und umständlich.
„Mit angeleitetem Training lässt sich der Einsatz aber gezielt schulen“, so Dieter Kleimann vom Verein Verkehrswacht Region Hannover. „Bei fast 70 Prozent der Nutzer/innen ist der Rollator allerdings nicht richtig eingestellt. So kommt es zu Rücken- oder Schulterschmerzen.“
Und auch, dass die meisten Nutzer/innen ihren „Rollator eher schieben, als sich mit ihm zu bewegen, das heißt, zwischen den Rädern zu laufen“, bemängelte der Experte.
„Im Straßenverkehr ist absolute Aufmerksamkeit gefordert. Es ist wichtig zu schauen, wo ein sicherer Fußgängerüberweg ist“, so Kleimann. Er rät, „auch mal zu fragen und um Hilfe zu bitten.“ Auf dem Parkplatz im Einkaufszentrum "Zuckerfabrik" Lehrte zeigte er mit Hilfe eines Parcours, wie man (Frau!) trotz Handicap den mobilen Alltag meistern kann.
Der Schwerpunkt des diesjährigen Mobilitätstages galt den E-Scootern, für die es gesonderte Regeln bei der Mitnahme gibt. „Unsere Busse sind mit einem Piktogramm dafür markiert. Bei der Mitnahme haftet ausschließlich der Fahrer“, erklärt Gesa Asche.
So ist eine Mitfahrt nur möglich wenn folgende Regeln beachtet werden: Der E-Scooter muss vier Räder haben, darf höchstens 1,20 Meter lang sein, mit Fahrer nicht über 350 Kilogramm wiegen und es muss ein Berechtigungsnachweis vorliegen.