Großbrand in Lehrte nach Brandstiftung in Recycling-Holzstapeln

Für den Löschangriff auf den größeren Haufen brennender Holzabfälle musste erst eine Löschwasserversorgung auf das Gelände der Holz- und Recyclingfirma Timberpak aufgebaut werden. (Foto: Feuerwehr Sehnde)

Jugendfeuerwehr entdeckte beim Ausbildungsdienst die Rauchsäule

LEHRTE (r/kl). Die Jugendfeuerwehr der Lehrter Kernstadt wurde während eines Ausbildungsdienstes am späten Montagnachmittag (13. März 2017) auf eine Rauchsäule aufmerksam. Drei den Nachwuchs betreuende Einsatzkräfte fuhren im Mannschaftstransportwagen zur Erkundung dorthin.
Vor Ort stellten sie auf dem Gelände einer Holzentsorgungsfirma an der Benzstraße den Brand eines etwa 300 Quadratmeter großen und sechs Meter hohen Haufens von Holzabfällen fest. Sie funkten die Leitstelle an und ließen die Ortsfeuerwehr alarmieren. Kurze Zeit später entdeckten sie einen zweiten brennenden Haufen auf dem Gelände.
Beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf die Brandbekämpfung des zweiten Feuers, da dieses auf ein Förderband überzugreifen drohte. Das Feuer konnte mit dem im Tank mitgeführten Wasser schnell gelöscht werden. Es entstanden keine weiteren Schäden.
Ein zweites Fahrzeug wurde eingesetzt um eine Riegelstellung vom größeren Feuer zu den umliegenden Abfallhaufen und Gebäuden zu errichten. Da die Wärmestrahlung sehr stark war und nur Wasser aus dem Tank des Fahrzeuges zur Verfügung stand, konnten sich die Feuerwehrleute nur auf das punktuelle Abkühlen beschränken und keinen eigentlichen Löschangriff vortragen.
Nachalarmiert wurden die Ortsfeuerwehren Aligse, Steinwedel und Immensen zur Wasserversorgung und späteren Brandbekämpfung. Mehr als 30 Einsatzkräfte waren vor Ort.
Als die Wärmestrahlung nachließ, wurden die Flammen mit sechs C-Rohren heruntergeschlagen, der brennende Haufen mittels zweier Radlader und eines Baggers auseinander gezogen und abgelöscht.
Das mit Ihrem Radlader alarmierte THW kam aufgrund der vor Ort zur Verfügung stehenden Gerätschaften nicht mehr zum Einsatz.
Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes haben den Brandort am Dienstag untersucht. Sie gehen von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus. Es entstand insgesamt nur geringer Sachschaden, da die Feuerwehren ein Übergreifen der Flammen erfolgreich verhindert hatten.
Zeugen, die im Zusammenhang mit dem Brand Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Telefon (0511) 1 09 - 55 55 beim Kriminaldauerdienst zu melden.