"Gregorian Voices" sorgten bei Konzert in Lehrte für für Gänsehaut

Die "Gregorian Voices" begeisterten beim Konzert in der Lehrter Markuskirche mit ihrem gewaltigen Stimmenpotential. (Foto: Dana Noll)
Lehrte: Ev.-luth. Markuskirche Lehrte |

Ein Beitrag von Dana Noll - Ausverkaufte Markuskirche bei „Gregorianic meets Pop“

LEHRTE (dno). Bis auf den letzten Platz war die Markuskirche gefüllt. 250 Zuhörer/innen lauschten am Samstagabend den Klängen der "Gregorian Voices" in Lehrte. Ihr Konzertprogramm „Gregorianic meets Pop“ wurde bereits in zahlreichen Städten begeistert gefeiert.
Auch in Lehrte waren die Besucher/innen überwältigt von dem Konzerterlebnis der besonderen Art. Das Vokaloktett aus Bulgarien überzeugte auch auf ihrer Wintertournee einmal mehr als „Meister des gregorianischen Chorals“.
Schon der Einmarsch war sehenswert: In braunen Mönchskutten und mit tief in die Stirn gezogenen Kapuzen schritten sie nach den Begrüßungsworten auf die Bühne. Die Markuskirche war in violettem Licht getaucht, welches die mystische, fast meditative Atmosphäre noch unterstrich.
Doch nicht nur sehenswert, sondern vor allem hörenswert waren die Darbietungen der acht außergewöhnlichen Gesangssolisten. Mit einem gewaltigen Stimmpotential und viel Gefühl zeigten sie einen gelungenen Mix aus klassischen gregorianischen Klängen und moderner Popmusik in neuem Arrangement. Vom Tenor bis zum Bass war das Oktett auf „den Punkt“ besetzt.
Die Meister des gregorianischen Chorgesanges standen mit dem Lied „Ameno“ des Musikprojektes Era 1997 wochenlang in den deutschen Charts. Mit ihren Gesangsdarbietungen treten sie das Erbe des bekannten Männerchores "Gloria Dei" an und führen damit die Tradition der orthodoxen Kirchenmusik fort.
Alle acht Sänger haben eine klassische Gesangsausbildung und eine stimmliche Bandbreite, die wie gemacht zu sein scheint für die perfekte Intonation frühmittelalterlicher Choräle.
Auch die Zuhörer/innen in der Markuskirche schienen berührt von den einstimmig gesungenen gregorianischen Liedern, die unbegleitet waren und in lateinischer Sprache. Tiefer Glaube und pure Lebensfreude, unterstützt von den wundervollen Stimmen, erschlossen den Zuhörern eine neue Welt der Musik. Gemeinsam gingen sie auf eine spirituelle Reise in die Klangwelt, die weder religiöse noch kulturelle Grenzen zu kennen schien.
Höhepunkte waren Rod Stewards „I’m Sailing“ in einer sakralen Modulation. Auch „Imagine“ von John Lennon oder „The Sound of Silence“ von Simon und Garfunkel waren ein emotionales Erlebnis und ernteten Beifallsstürme. Der Chor bewies erneut in Lehrte, dass Gregorianik auch heute noch lebendig ist!