Gewerkschaftsjugend Lehrte/Sehnde lädt zum Luftballonwettbewerb

Wie die Luftballons vom Infostand, entfernen sich die Renten vom Leben der Menschen. Das wollen Markus Schumann, Kevin Probian, Jenny Zarske und Melisa Yildirim von der DGB-Jugend bei ihrer Aktion am 8. April im EKZ "Zucker" verdeutlichen. (Foto: DGB Lehrte)
Lehrte: Zuckerpassage im EKZ Zuckerfabrik Lehrte |

"Rente muss zum Leben reichen"

LEHRTE (r/kl). Am Samstag, 8. April, laden die DGB-Jugend, der ver.di Ortsverein und der DGB Lehrte von 10.30 Uhr bis 14.00 Uhr im EKZ "Zuckerfabrik" Lehrte zu einem Luftballonwettbewerb ein und Informieren zum Thema „Kurswechsel: Die gesetzliche Rente stärken! - Rente muss zum Leben reichen“.
Rechenschiebereien nennt es die Gewerkschaftsjugend, wie einige Politiker und Arbeitgeberverbände die Lebensarbeitszeit berechnen, um die Rente finanzierbar zu halten bzw. zu retten.
Zur Finanzierbarkeit der Rente werden Zahlen des Statistischen Bundesamtes, aus der eine längere Lebenserwartung der Menschen in unserem Land prognostiziert wird, herangezogen. Diese Begründung wird nun von der Gewerkschaftsjugend in Frage gestellt. Die längere Lebenserwartung ist nur ein Teil der Rentenmiesere.
Kevin Probian von der DGB-Jugend Lehrte sagt: „Wir wollen die gesetzliche Rente in drei Phasen stärken. In der ersten Phase soll eine weitere Absenkung gestoppt werden.
In der 2. Phase wird die Höhe der Rente an die Gehälter angepasst. In der 3. Phase soll das Modell einer Bürgerversicherung, in dem alle Bürgerinnen und Bürger einzahlen, umgesetzt werden.“
Auch fordert die Gewerkschaftsjugend eine deutliche Ausweitung der Steuerfinanzierung. Denn bei einer steuerfinanzierten Rente müssten starke Schultern mehr tragen, und auch Kapital- und Mieteinkünfte sowie sehr hohe Einkommen müssten sich beteiligen.
Mit der Informationsveranstaltung möchte die Gewerkschaftsjugend Lehrte die DGB-Kampagne „Rente muss zum Leben reichen“ unterstützen und eine Debatte um die Alterssicherung führen. Denn gerade die jungen Menschen werden von der Rentenkürzung stark betroffen sein.
"Es wird Zeit zu handeln", sind sich Kevin Probian, Jenny Zarske, Markus Schumann und Melisa Yildirim von der DGB-Jugend sicher, "sonst wird das Rentenniveau sich wie die Luftballons bei unserem Luftballonwettbewerb immer weiter von uns entfernen und wir haben im Alter kein auskömmliches Leben mehr.
Vergessen werden dürfen in diesem Zusammenhang auch nicht die Kinder und Jugendlichen, da sie unsere Zukunft sind und sich noch nicht zur Rente äußern können. Wir bieten daher bei unserer Veranstaltung gezielt einen Luftballonwettbewerb für unsere Mitglieder von morgen an."
Während die Luftballons gestartet werden, können sich die Eltern und Interessierte am DGB-Stand informieren und an einem Quiz zur Rente teilnehmen. Die Gewinner des Luftballonwettbewerbes und des Quiz' werden bei der Maiveranstaltung am 1. Mai auf dem Rathausplatz bekanntgegeben.