Gasabnahme in Lehrte erreicht nie gekannte Höchstwerte

Hat sich bewährt: Stadtwerrke-Geschäftsführer Rainer Ebertth vor dem Erdagsverdichter Am Sülterberg, der entscheidend dazu beitrug, den Spitzenverbrauch managen zu können. (Foto: SW Lehrte)

Trotz -20 Grad keine Druckprobleme im Erdgasnetz der Stadtwerke

LEHRTE/SEHNDE-ILTEN (r/kl). Die jüngste Kältewelle mit einem schnellen Abfall der Temperaturen an die -20 Grad-Grenze über mehrere Tage haben die Stadtwerke Lehrte gut gemeistert. Obwohl die Gasabnahme die höchsten jemals gemessenen Werte erreichte, gab es im Erdgasnetz der Stadtwerke Lehrte keine kritischen Druckprobleme.
Alle Erdgaskunden konnten trotz auf Volllast laufender Heizungen sicher und ohne Störungen versorgt werden. Die tiefste Temperatur wurde vom Leitsystem der Stadtwerke am 7. Februar 2012 um 02.00 Uhr an der Gasdruckregelstation Dammweg in Hämelerwald mit -19,78 Grad Celsius registriert. Auch an mehreren Tagen davor sackte die Temperatur nachts auf Werte zwischen -16 und -18 Grad Celsius im gesamten Stadtgebiet ab.
Zur sicheren und störungsfreien Gasversorgung hat auch der Gasspeicher der Stadtwerke Lehrte Am Sülterberg beigetragen. Die großen Verbrauchsspitzen am Tage konnten so um 4.000 Normkubikmeter pro Stunde reduziert werden. Dies entspricht einer Wärmeleistung von rund 40 Megawatt.
Die höchste Bezugsmenge lag bei der Kälte bei 16.500 Normkubikmetern pro Stunde. Dies entspricht einer Wärmeleistung von ungefähr 165 Megawatt. Der Gasspeicher besteht aus acht großen unterirdischenStahl- Röhren mit einen Durchmesser von 1,60 Meter und einer Länge von jeweils rund 120 Meter. Diese Röhren werden durch einen Gasverdichter auf einen Druck von maximal 70 bar aufgepumpt und das Gas so unter hohem Druck gespeichert.
Zu Spitzenzeiten wird das Gas aus dem Speicher über einen Druckregler in das Hochdruck-Versorgungsnetz der Stadt Lehrte mit einem Druck von rund 4 bar entspannt. In den lastschwächeren Nachtzeiten wird der Speicher dann mittels Verdichter wieder aufgefüllt.
Immer wenn längere Zeit strenger Frost herrscht, bekommen alle die Hauseigentümer und Mieter Probleme mit eingefrorenen Wasserleitungen und Wasserzählern, die ihre Wasserleitungen und Zähler nicht ausreichend geschützt haben. Gründe hierfür sind oft nicht verschlossene Kellerfenster oder schlecht isolierte Leitungen. Mitunter entstehen dann große Schäden durch unkontrolliert auslaufendes Wasser nach dem Auftauen der durch Eisbildung geborstenen Leitungen. Die Pflicht zum Schutz der Wasserleitungen vor Frost ist Aufgabe der Eigentümer und Mieter. Die Stadtwerke können nur appellieren, hier die notwendige Sorgfalt walten zu lassen.