Friedenslicht aus Bethlehem erreicht Lehrte und Sehnde

Kirchenvorsteherin Ute Thomas (links) und der evangelische Pastor Hans-Jürgen Pabst (hinten, links) mit Juliane Wehe (2. v.l., Vorstand der Pfadfindergruppe) und (weiter nach links) Fabio Kaiser, Julian Farmulla und Levein Stade sowie (Reihe oben) Manuel Warst, Bastian Slodov (Vorstand der Pfadfindergruppe) und Carsten Stöbe von den katholischen Pfadfindern St. Georg. (Foto: Pfadfinderschaft St. Georg)

Katholische Pfadfinder überbrachten es auch in evangelische Kirchen

LEHRTE/SEHNDE (r/kl). Auch in diesem Jahr wird an Weihnachten das Friedenslicht aus Bethlehem in vielen Kirchen und Häusern brennen. Am Sonntagabend haben acht Mitglieder der Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg das Friedenslicht mit zwei Laternen in Rahmen einer Andacht in die katholischen Kirche nach Sehnde gebracht.
Die Jugendliche und ihre Betreuer aus dem Pfadfinderstamm Maximilian Kolbe aus Lehrte hatten nachmittags das Licht im ökumenischen Zentrum am Mühlenberg empfangen. Das Licht war in Geburtsort in Bethlehm entzündet worden. Danach wurde es von Jerusalem nach Wien geflogen. Am dritten Advent wurde das Licht von Wien aus mit dem Zug in rund 30 Städte in ganz Deutschland gebracht.
In zentralen Aussendungsfeiern wurde und wird es weitergereicht an Gruppen und Gemeinden. Von Hannover kam es am späten Nachmittag mit dem Auto nach Sehnde und Lehrte. Im Jahr 2013 steht die Aktion Friedenslicht aus Betlehem in Deutschland unter dem Jahresmotto “Recht auf Frieden“.
Damit möchte die Aktion die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen aufgreifen, die in diesem Jahr seit 65 Jahren besteht. Dort wird zu Recht darauf hingewiesen, dass alle Menschen die gleichen Rechte auf “Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt”
haben. Im 2. Artikel wird zudem ausgeführt, dass “jeder Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand”, hat. Mit der Weitergabe des Friedenslichtes aus Bethlehem an “alle Menschen guten Willens” geschieht ein klares Zeichen für Frieden und Völkerverständigung sowie gegen Rassismus.
Denn Jede und Jeder hat ein “Recht auf Frieden”. Für die evangelischen Kirchengemeinden in der Stadt Sehnde waren die Kirchenvorsteherin Ute Thomas und Pastor Jürgen Pabst vor Ort. Am vierten Advent wird das Friedenslicht um
16.30 Uhr im Liedgottesdienst in der Kirchengemeinde Haimar überreicht und auch den lebendigen Adventskalender, der anschließend in der Kirche stattfindet, bereichern.
Das Friedenslicht soll am vierten Advent auch den Gottesdienst in der Kirchengemeinde Sehnde begeleiten. Gegenwärtig findet sich das Friedenslicht in der Kindertagestagesstätte "Huckmuck" in Rethmar, wo Interessierte es für ihre persönliche Kerze bis zum Donnerstag, 19. Dezember, erhalten können.
Am Weihnachtsabend wird das Licht dann in den Gottesdiensten leuchten und kann nach dem Gottesdienst mit nach Hause genommen werden.