Feuerwerk und Treckerfahrt begeistern Tschernobyl-Opfer

Almuth Müller (rechts) zeigt den Kindern, die unter den Folgen der atomaren Katastrophe von Tschernobyl leiden, die Erlebnis-Gärtnerei Arkadia. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Zwölf Weißrussische Kinder zu Gast in der Matthäusgemeinde

LEHRTE (hdb). Die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl liegt mehr als 25 Jahre zurück. Doch noch immer leidet die Bevölkerung der verseuchten Region unter den Folgen – auch und insbesondere Kinder. Zwölf von ihnen haben jetzt vier unbeschwerte Ferienwochen in der Matthäus-Kirchengemeinde erleben dürfen.
Schon zum 19. Mal hat die Gemeinde Kinder im Alter zwischen neun und zwölf Jahren - die in ihrer Heimat gerade Schulferien haben – aus der Region Gomel nahe der Grenze zur Ukraine eingeladen, wie die Begleiterin Waltraud Haase erläuterte. Initiatorin des Projektes ist Diakonin Heike Borges-Duschek. Aber für das Gelingen engagieren sich ehrenamtlich viele Gemeindemitglieder, zumal die gesundheitlich geschädigten Mädchen und Jungen privat in Lehrter Familien untergebracht sind.
Auch Landwirt Heinrich Klußmann hat es sich nicht nehmen lassen, sein Treckergespann zur Verfügung zu stellen, um die Gruppe während eines Ausfluges ins Grüne bis zur Erlebnis-Gärtnerei Arkadia in Arpke zu chauffieren. Dort zeigte Almuth Müller, Ehefrau des Firmenchefs, den Kindern bei einem Rundgang die Vielfalt der Natur. Sie selbst sammelt bereits seit mehr als zehn Jahren Hilfsgüter für osteuropäische Länder.
Die weißrussischen Jungen und Mädchen, deren Fragen die Dolmetscherin Nadja Lis übersetzte, durften auch Tontöpfe bemalen und bepflanzen. Zum „Lohn“ gab es dann Hotdogs zum Mittagessen. Zwischendurch berichtete Lis von der Begeisterung der Kinder über einen Besuch in den Herrenhäuser Gärten mit abschließendem Feuerwerk.