Fast 400 potenzielle Stammzellenspender in Ahlten registriert

Fast 400 Menschen ließen sich am Samstag bei der gut durchorganisierten Aktion in der Ahltener Grundschulaula als potenzielle Stammzellenspender registrieren (vorn). Sie gaben für die Suche nach genetischen Zwillingen von Erkrankten von hier ehrenamtlich arbeitenden ArzthelferInnen, Krankenschwestern und RettungsassistentInnen eine Blutprobe zur Typisierung ab. Da diese jeweils 50 Euro kostet, drückten zusätzlich auch viele Geldspenden die Solidarität mit dem erkrankten Ercan aus. (Foto: Walter Klinger)

Typisierungsaktion zeigt Solidarität mit erkranktem Jungen aus der Ortschaft

LEHRTE/AHLTEN. Ortsbürgermeister Jürgen Kelich würdigte die gelungene Aktion als einen weiteren Beweis "für die wunderbare Dorfgemeinschaft", die als Schirmherrin fungierende Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Flachsbarth lobte, "jeder, der sich hier heute registrieren lässt, gibt ein Stück Leben": Fast 400 Menschen, darunter auch der Landtagsabgeordnete Dr. Denke-Jöhrens, ließen sich bei der Typisierungsaktion am vergangenen Samstag in der Aula der Grundschule Ahlten eine Blutprobe abnehmen, um sich für den an Anämie leidenden elfjährigen Ercan aus Ahlten als potenzielle Stammzellenspender registrieren zu lassen.
Als Hauptorganisatorin, unter deren Leitung 50 ehrenamtliche HelferInnen unter anderem vom DRK Ahlten und aus der Kommunalpolitik (sowie beim Blutabnehmen ArzthelferInnen, Krankenschwestern und RettungsassistInnen) die Aktion betreuten, wertete die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Heike Köhler die Registrierung vor Ort als Erfolg. Zwar hatte sie eigentlich mit der doppelten Teilnehmerzahl gerechnet, doch forderten Ausflugswetter und Ferienbeginn offenbar ihren Tribut (eine parallel in Burgwedel durchgeführte gleichartige Aktion fand nicht einmal die Hälfte der Beteiligung wie die in der kleineren Ortschaft Ahlten, Anm.d.Red.).
Es waren nicht nur Ahltener, die sich an diesem Tag als mögliche Knochenmarkspender registrieren ließen. Aus Hannover, Hildesheim und Braunschweig waren weitere Mitglieder der kleinen jezidischen Glaubensgruppe angereist, welcher die Familie des kleinen Ercan angehört. Dessen von der regen Beteiligung sichtlich bewegten Eltern Bülent und Suri Ediz hatte Ortsbürgermeister Jürgen Kelich zu Beginn vor allem dafür Respekt ausgesprochen, dass sie die Hemmschwelle überwunden und die Dorfgemeinschaft um Hilfe gebeten hatten - die dann auch umgehend erfolgte. Die Familie Ediz und Freunde dankten den TeilnehmerInnen der Spender-Registrierung - darunter starke Abordnungen von Schützen, Feuerwehr und TSG - mit einem reichhaltig bestückten Büffet mit kurdischen Spezialitäten.