Fast 12.000 Lehrter/innen unterschrieben fürs Klinikum

So wie sie diese bereits gemeinsam gesammelt hatten, klatschten die Parteien am Mittwoch auch gemeinsamen Beifall für die fast 12.000 Unterschriften für den Erhalt des Klinikums in Lehrte, die Christoph Lokotsch (stehend) in dem Karton mit den Listen präsentierte. (Foto: Walter Klinger)

Listen werden vor dem Beschluss der Region übergeben

LEHRTE (kl). Jede/r vierte/r Lehrter/in hat für den Erhalt des Krankenhauses vor Ort unterschrieben. Ratsherr Christoph Lokotsch (SPD) konnte am Mittwoch im Lehrter Stadrat einen Karton mit 11.610 Unterschriften vorlegen, die am Dienstag vor der entscheidenden Sitzung der Regionsversammlung in Hannover an den Regionspräsidenten Hauke Jagau (SPD) übergeben werden sollen.
Christoph Lokotsch zeigte sich unter dem Beifall seiner Ratskolleg/innen erfreut, dass alle im Lehrter Rat vertretenen Parteien die Aktion unterstützt hatten - gesammelt worden waren die Unterschriften in gut einem Monat sowohl von der CDU wie der SPD, vor allem von deren Jungsozialisten. In Burgwedel, wo der Bestand des Klinikums ebenfalls gefährdet ist, liegen die Unterschriftenlisten noch aus. Es wird dort aber ebenfalls mit einem Rekordergebnis gerechnet.
Vorgeblich sollte es sich bei der von Ärzten und weiteren Mitarbeitern des Klinikums zusammen mit einem Berater erarbeiteten "Medizinstrategie 2020" um einen Prüfauftrag handeln. Christ- wie Sozialdemokraten und schließlich auch die Grünen an den gefährdeten Standorten (darunter auch Springe) mussten sich aber extra dafür einsetzen, dass auch die Chancen für den Erhalt und die Weiterentwicklung der "kleinen" Klinikum und nicht nur der Neubau einer Großklinik im Osten der Region geprüft werden sollen.
Ob die rot-grüne Mehrheit in der Regionsversammlung dem "Prüfauftrag" so zustimmt, hängt noch davon ab, ob die besonders für Migranten und Flüchtlinge vorbereitete Geburtshilfe im Ostststadtkrankenhaus Hannover erhalten bleibt. Sonst sind allen betroffenen Orten Kompensationen in Aussicht gestellt worden: Eine Notfallaufnahme in Springe, der Erhalt der (bisher Großburgwedeler) Geburtshilfe auch bei einem Klinikumsneubau, für den Lehrte als zentraler Standort favorisiert scheint.
Bei der öffentlichen Sitzung am Dienstag ab 10.00 Uhr im Sitzungssaal des "Haus der Region" Hannover, Hildesheimer Straße 18, stehen und 40 Punkten auch die nach einem weiteren Gerichtsurteil notwendige Neugestaltung der Müllgebühren und der Regionsetat für 2015 auf der Tagesordnung.