Erdwärmesonden für Neubau der Stadtwerke Lehrte werden gebohrt

Der Bohrturm von Brunnenbau Volkening aus Burgdorf bringt die Bohrungen für die Erdwärmesonden nieder. (Foto: SW Lehrte/Rainer Eberth)

Wärme aus der Erde und aus dem künftigen Gebäude wird genutzt

LEHRTE (r/kl). Für die Klimatisierung des Stadtwerkeneubaus in der Lehrter Germaniastraße werden zurzeit die Bohrungen für die Erdwärmesonden niedergebracht. Die Brunnenbaufirma Volkening aus Burgdorf hat hierzu auf dem Areal zwischen Zuckersilo und Stadtwerkeneubau einen fahrbaren Bohrturm aufgestellt.
Insgesamt werden zwölf Bohrungen mit einem Durchmesser von etwa 15 cm auf rund 80 Meter Tiefe in das Erdreich abgeteuft. Nach dem Bohren werden in die fertigen Löcher Erdwärmesonden aus Kunststoffrohren herabgelassen. Der verbleibende Raum zwischen Bohrloch und den Sondenrohren wird nach dem Einziehen der Sonden mit einer speziellen Mörtelschlämme wieder verfüllt um einen guten Wärmeübergang von der Sonde auf das Erdreich zu gewährleisten.
Nach dem Bohren schauen dann zunächst nur jeweils vier Rohrenden aus dem Bohrloch heraus. Diese Rohrenden werden über Muffen verlängert und in die Wärmepumpenanlage im Gebäude geführt. Durch die Erdwärmesonden zirkuliert nach der Fertigstellung eine Kühlflüssigkeit (Wasser mit Frostschutz) die dem Erdreich im Winter Wärme mit einer Temperatur von 7 bis 10 °C entzieht.
Über eine Wärmepumpe wird diese Erdwärme auf ein höheres Temperaturniveau (30 bis 50 °C) gebracht, welches dann zur Gebäudeheizung ausreicht. Im Sommer kann dieser Prozess umgekehrt werden. Dann wird überschüssige Wärme aus dem Gebäude ins Erdreich abgeleitet. Ein Teil der sommerlichen Überschusswärme kann so im Erdreich gespeichert werden und lässt sich im Winter wiederverwenden. Durch diesen wechselseitigen Heiz- und Kühlprozess über die Erdsonden erzielt man eine hohe Wirtschaftlichkeit der Gebäudeheizung bzw. -kühlung.
BILDUNTERSCHRIFT:
In das etwa 80 Meter tiefe Bohloch werden die Rohre für die Erdwärmesonden hinabgelassen. Aus dem fertigen Bohloch schauen nur noch die Rohrenden der Erdsonden heraus, die dann an die Heizungsanlage angeschlossen werden. Foto: SW Lehrte/Rainer Eberth