Enorme Briefwahl - aber wie viele gehen morgen selbst zur Wahl?

Wie die Wahlbeteiligung auch wird, bei den Wahlkämpfern herrscht gute Stimmung und auch Abgeordnetenbesuch kommt gern nach Lehrte, wie erst Samstag der Abgeordnete Thomas Schremmer (Grüne, links) bei seinen Besuchen auch an den übrigen Wahlkampfständen im EKZ "Zuckerfabrik" (hier bei der Linken) bestätigte. (Foto: Walter Klinger)

Wahllokale für Europa und Region sind am Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet

LEHRTE/SEHNDE (r/kl). Viele werden gar nicht zur Europa- und Regionspräsidentenwahl (Wahllokale am 25. Mai von 08.00 bis 18.00 Uhr geöffnet) hingehen - sie haben bereits per Briefwahl angestimmt. Allein in Lehrte nutzten - mit deutlicher Steigerung, da morgen gleich zwei Wahlen anstehen - fast 2.500 Briefwähler/innen dieses Angebot, 1.800 forderten gleich die Wahlunterlagen auch für eine mögliche Stichwahl an. Damit wird die Briefwahl - eigentlich nur für Kranke und berufliche Verhinderung gedacht - immer mehr zu einem Regelangebot.
Die Krise in der Ukraine hat noch einmal den Frieden in Europa thematisiert. Zugleich scheint viele Wähler/innen die Botschaft erreicht zu haben, dass sich mit hoher Wahlbeteiligung das Europaparlament für mehr politische Kontrolle gegenüber den Regierungen (Rat) und den Behörden (Kommission) weiter emanzipieren will.
Wieviele angesichts des erwarteten guten Wetters tatsächlich zur Wahl gehen, wird man sehen müssen. Unter den Aktiven auch dieses Wahlkampfes jedenfalls ist die Stimmung gut. Es gab Gegenbesuche unter den mit Infoständen vertretenen Parteien und auch ein Kompliment: Lehrte sei auch ihm durch die ganz unterschiedlichen Veranstaltungen damals zur Landtagswahl ein Begriff, sagte am Samstag Grünen-Landtagsabgeordneter Thomas Schremmer. Er hat mehrere Wahlkreise zu betreuen, eigentlich wäre wohl mal Cuxhaven dran, aber weil wegen der hier mehr geführten Diskussionen Wahlkampf in Lehrte viel Spaß mache, komme er vielleicht doch noch mal auch an den letzten Lehrter Infostand am Samstag (24. Mai) vor der Wahl.
Am EKZ "Zuckerfabrik" sind dabei im Vergleich zu den letzten Wahlen einige neue Personalien zu beachten, darunter auch der frühere SPD-Fraktionschef und Landtagskandidat Hans Ahrens, der sich jetzt für die "Alternative für Deutschland (AfD)" einsetzt.